Woran erkenne ich eine gute Fahrradwerkstatt?
Service und Werkstatt sind für viele Händler zu wichtigen Säulen des Geschäfts geworden. Im Umkehrschluss hält die regelmäßige Dienstleistung des Profis die Biker mobil und zahlt auf den Werterhalt des Produkts ein. Das sind zwei Interessenkreise, die nur in passender Weise zusammenkommen müssen. Damit Werkstattfälle zügig, zum angemessenen Preis und ohne böse Überraschung über die Bühne gehen. Was also beachten?
ROTWILD Hinweis Nummer 1 – Planung
Für dein Bike einen Service zu buchen ist zeitlich unkritisch, je länger du den Termin im Voraus planst. Limitierende Faktoren hierfür sind saisonale Peaks. Startet im März, April eines Jahres die neue Saison, sind die Auftragsbücher der Werkstätten schnell gefüllt. Plane antizyklisch und melde dein Fahrrad schon in den Wintermonaten zur Inspektion an. Das gibt dir die Sicherheit, wann du es wieder bedenkenlos einsetzen kannst. Dem Händler eröffnet das die Flexibilität, sich profunde um dein Bike zu kümmern. „Klar ist: Hast du ein akutes Problem am Bike, grenzt das die Planbarkeit ein“, bestätigt ROTWILD Fachmann Max Jenschke. „Zaubern kann auch die beste Werkstatt nicht. Eine gute Werkstatt erkennst du daran, dass sie offen mit dir kommuniziert und ein realistisches Zeitfenster definiert.“
ROTWILD Hinweis Nummer 2 – Den Fehler beschreiben
Braucht dein Bike eine jährliche Inspektion, ist der Umfang klar umrissen. Sind die Bremsscheiben verschlissen, müssen neue eingebaut werden. Knarzt es bei der Fahrt irgendwo, ist die Fehlersuche schon aufwändiger. Wichtig ist für dich, gemeinsam mit der Werkstatt das Problem einzugrenzen und so den Zeit- und den Materialaufwand und die damit verbundenen Kosten abzuschätzen. Bevor die erste Arbeitsstunde anbricht. „Bei der Dialogannahme checken wir gemeinsam mit dem Biker das Fahrrad auf einem Montageständer und halten die offensichtlichen Schäden und Mängel fest“, erklärt Jürgen Domaschky von Fahrrad Denfeld. „Wir messen zum Beispiel mit der Verschleißlehre die Kette nach, schauen nach den Bremsbelägen und der Schaltung“, so der Fachmann. „Haben wir das Problem definiert, erfassen wir den Auftrag umgehend elektronisch.“ Gute Werkstätten nehmen sich dafür Zeit. Bei den Bad Homburgern dauert das im Schnitt etwa 20 Minuten.
ROTWILD Hinweis Nummer 3 – Über Preis und Dauer sprechen
Der erste Check beugt auch bei den Kosten bösen Überraschungen vor. Definiere gemeinsam mit den Experten vor Ort einen Kostenrahmen. Bei Denfeld bekommen Kunden einen Werkstattauftrag mit einer Höchstgrenze. Die Fairness gebietet es, Kosten, die über diesem Limit liegen, dem Kunden mitzuteilen. Auch bei der Dauer der Reparatur ist Transparenz ein sehr wichtiger Faktor. Während kleinere Reparaturen schnell mal „durchlaufen“, können komplexere Instandsetzungen ein Zeitfresser sein. Das hängt von der Auslastung in der Werkstatt oder der Verfügbarkeit von Ersatzteilen ab. Klare Absprachen beugen Ärger mit Nachbesserungen oder gar Schadensersatz vor.
ROTWILD Hinweis Nummer 4 – der Spirit und das Personal
Die harten Fakten wie Dauer und Preis sind das eine. Dein Bauchgefühl ist das andere. Ist dein Bike in der Werkstatt wirklich gut aufgehoben? „Das ist auch ein wichtiger Faktor, an dem man eine gute Werkstatt erkennen kann: Wenn Urkunden von Zertifizierungen, Fortbildungen und Meisterbriefe präsentiert werden. Das weist eindeutig Expertise aus. Wir schulen unsere Händler intensiv und regelmäßig. Händler, die an unserem Programm teilgenommen haben, werden entsprechend zertifiziert. Zudem stehen wir permanent in engem Kontakt“, erklärt Max Jenschke. Ist das Ladengeschäft, die Werkstatt optisch ansprechend gestaltet, wirkt es aufgeräumt, lässt das zumindest den Schluss zu, dass das Thema Bike in besonderer Weise gelebt wird. „Bei uns ist in den Verkaufsräumen klar die Sektion der Serviceannahme für die Kundschaft ersichtlich“, betont Jürgen Domaschky. Hier arbeiten insgesamt 17 ausgebildete Fachleute und solche in der Ausbildung in der Werkstatt. Kontinuierliche Workshops des Unternehmens und der Hersteller halten die Mannschaft auf dem Laufenden.
ROTWILD Hinweis Nummer 5 – der Blick hinter die Kulissen
In die eigentliche Werkstatt kannst du nicht immer einen Blick werfen, Vertrauen ist also wichtig. Ein gutes Zeichen für dich ist, wenn dir der Händler beispielsweise einen festen Ansprechpartner benennt. „Derjenige, der bei uns den Auftrag annimmt, betreut den kompletten Prozess mit dem Kunden“, so Jürgen Domaschky. Nach der Annahme und einer Zwischenlagerung wird bei diesem Unternehmen an einem von 15 Arbeitsplätzen geschraubt. Ausgestattet sind diese mit umfangreichem Werkzeug, PC-Anbindung und elektrischen Montageständern. Papier sieht man hier kaum noch. Werkstattaufträge ploppen am PC auf. Diese sind auch mit den gängigen Analysetools der Hersteller ausgestattet. „Das gehört bei uns mit zum Service dazu“, betont Jürgen Domaschky. „Bei jeder Inspektion spielen wir vorhandene Softwareupdates auf.“ Reparaturen können – je nach Schwere des technischen Problems – mehrere Schleifen drehen. So machen die Expertinnen und Experten immer wieder Probefahrten und ziehen sich gegenseitig zu Rate, um eine Lösung zu finden. Alle Arbeitsschritte dokumentieren die Beteiligten im Werkstattauftrag. Es gilt der Grundsatz, dass reparierte Produkte mängelfrei und im verkehrssicheren Zustand zurückgegeben werden müssen. Kann daran ein Haken gemacht werden, bekommt die Kundin, der Kunde eine SMS mit dem Lagerort. Erläuterung der durchgeführten Arbeiten und Erklärung der Rechnung runden den Werkstattservice ab.
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