Wetterzeichen richtig deuten
1. Was die Farbe des Himmel verrät
2. Was uns die Wolken verraten
Wolkentürme
Türmen sich die Wolken zu ambossartigen Türmen auf, ist dies ein klares Alarmzeichen. Es können sich in kürzester Zeit Gewitter entwickeln. Man ist also bei dieser Wetterbeobachtung gut beraten, wenn man sich schon einmal vorsorglich nach einem Unterstand oder einer Hütte umschaut, die man bei einsetzendem Regen innerhalb der nächsten 30 Minuten erreichen kann. Ist das Gewitter durchgezogen, kann man so die Tour trocken und entspannt fortsetzen.
Kondensstreifen
Auch wenn Kondensstreifen der Flugzeuge keine Wolken sind, können sie uns etwas über das Wetter verraten.
Ein Wetterumschwung bahnt sich an, wenn die Streifen lange am Himmel zu sehen sind. Akut ist aber nicht mit einem Wetterumschwung zu rechnen. Aber innerhalb der nächsten 24 Stunden wird sich die Wetterlage ändern.
Lösen sich die Kondensstreifen hinter dem Flugzeug rasch auf, bleibt das Wetter hingegen stabil.
Federwolken
Zeigen sich am blauen Himmel Federwolken, ist das ein gutes Zeichen. Zumindest für die aktuelle Tagesplanung. Meteorologen bezeichnen diese Wolken als Cirruswolken, die durch den Höhenwind und entsprechend kalte Temperaturen in der Höhe entstehen. Sie verraten viel über mögliche Wetteränderungen der nächsten Tage. Meist kommen sie in Kombination mit tiefer liegenden Haufenwolken vor und ziehen in eine andere Richtung als diese.
Um diese Wetterzeichen richtig zu deuten, stellt man sich mit dem Rücken zum Wind und beobachtet wie sich die Cirruswolken zu den Haufenwolken bewegen. Die Zugrichtung ist also entscheidend: Ziehen sie von links nach rechts, nähert sich ein Tiefdruckgebiet und wir müssen mit Wetterverschlechterung rechnen.
Ziehen die Federwolken allerdings von rechts nach links ist dies ein Zeichen dafür, dass das Tiefdruckgebiet abzieht und das Wetter besser wird.
Hutwolken direkt am Bergkamm
Eine unter Alpinisten weit verbreitete Wetterregel lautet: "Berg mit Hut – das Wetter wird gut." Und diese Regel stimmt auch, denn die Hutwolke am Bergkamm kann nur bei stabiler Wetterlage und leichtem Wind entstehen.