Vier Tipps für den schonenden eMTB Umgang
1. Akku Check
Wenn der E-Antrieb oder das Display nicht reibungslos funktionieren, sind oft verschmutzte Kontakte zwischen Akku und Multilever das Problem. Vor jedem Einsetzen des Akkus gilt deshalb: Stets Kontakte an Akku und Rad auf Verschmutzung prüfen und gegebenenfalls reinigen. Eine nur geringe Unterstützung in allen Stufen und ein minimale Akkuanzeige sind deutliche Indizien für eine mögliche Verschmutzung/Korrosion der Verbindung. Außerdem gilt: Um Korrosion an den Kontaktstellen zu vermeiden, nach dem Reinigen die Abdeckung der Ladebuchse auf die „Parkposition“ setzen und die Kontaktstellen sorgfältig trocknen.
2. Reifendruck vor jeder Fahrt prüfen
Wer mit zu hohem Luftdruck fährt, macht sich das Leben unnötig schwer. Neben dem sicherheitsrelevanten Grip, den nur ein Reifen mit dem richtigen Luftdruck bietet, verliert ein zu praller Reifen seine Dämpfungseigenschaften. Zudem geht Traktion verloren. Bei zu hohem Luftdruck hat der Reifen eine sehr kleine Auflagefläche und ist nicht in der Lage, sich zusammen mit dem Fahrwerk an den Untergrund anzupassen. Ein zu harter Reifen rutscht beim Bremsen sehr schnell und dreht im Uphill viel schneller durch. Ebenfalls ist in diversen Tests nachgewiesen, dass im Geländeeinsatz ein geringerer Reifendruck die Reichweite von E-MTBs deutlich erhöht. Denn dadurch, dass mit dem richtigen Luftdruck das Hinterrad nicht durchdreht, ist die Kraftübertragung wesentlich effizienter. Ein Reifendruck über 2,5 Bar ist bei E-MTBs nicht empfehlenswert, denn dies geht zulasten der Performance und Sicherheit. Deshalb: Vor jeder Fahrt mit der Luftpumpe (mit Druckanzeige) den korrekten Reifendruck prüfen. Wer auf Tubeless umrüstet, kann mit weniger Reifendruck fahren und damit die Traktion nochmals verbessern.
3. Richtig Schalten
Für den Gebrauch der Schaltung bei E-MTBs gilt eine ganz einfache Regel: „Rechts vor Links“. Das heißt in der Praxis: Erst rechts in einen kleineren Gang schalten bevor man links die Unterstützungsstufe erhöht. So bleiben die Trittfrequenz und Unterstützung stets im optimalen Bereich. Zugleich sind dadurch die Belastungen auf Kette, Schaltwerk und Motor so gering wie möglich und der gesamte Antrieb wird geschont. Dazu trägt auch bei, wenn man Schalten unter Volllast möglichst vermeidet.
4. Kette regelmäßig reinigen und ölen
Es klingt banal, aber eine saubere und gut geölte Kette ist für reibungsloses Schalten das A und O. Außerdem erhöht eine leichtgängige Kette die Reichweite und minimiert den Verschleiß. Also: Nach jeder Fahrt die Kette mit einem Lappen abwischen, Kettenöl auftragen, alle Gänge durchschalten und überschüssiges Öl abwischen.