10. Januar 2024

Unter dem Radar: R.C750 in besonderem Einsatz

Sich unsichtbar machen: das ist eines der Anliegen, das die Arbeit der Antipoaching Tracking Specialists (ATS) im Savé Valley Conservancy in Simbabwe prägt. Die Experten möchten unentdeckt Tiere monitoren, ohne zu sehr in deren Lebensraum einzugreifen und gleichzeitig Wilderer verfolgen. In Anlehnung an militärische Vorgehensweisen nehmen die Experten sogar den Begriff „Stealth“ als Analogie zu einer Tarnkappentechnik in den Mund. Seit 2022 sind für diesen Zweck zwei ROTWILD R.C750 als Fahrzeuge im Einsatz. Zwei weitere ergänzen nun den Bike-Fuhrpark.

Die R.C750 sind ein „perfect match“ für den Job

Die Idee, „unter dem Radar“ gegen Wilderer vorgehen zu können führte den Chef der ATS im Savé Valley Conservancy (SVC), Bryce Clemence zum Gedanken, auf eBikes zurückzugreifen, die den Begebenheiten vor Ort Rechnung tragen können. Unentdeckt sollten die Ranger damit große Gebiete überwachen können, unterstützt durch einen leisen Antrieb und flexibel einsetzbar. So fiel die Wahl auf die Kategorie eMTB. Ein Gespräch mit dem Tierschutzexperten Guy Jennings, der heute beim Wild Africa Fund arbeitet, führte zu einem Kontakt zu ROTWILD Markenbotschafter Claudio Caluori. Wir fanden die Idee, unsere eMTB zum Schutz von Wildtieren einzusetzen sehr innovativ und sofort überzeugend. Mit den ersten beiden Modellen konnten die Ranger seit Juli 2022 Erfahrungen im Busch von Simbabwe sammeln. Nun ist der Bike-Fuhrpark mit zwei weiteren R.C750 komplett.

Aktuell sind vier R.C750 im Savé Valley Conservancy im Einsatz. Mit eigenem Unterstand für die Zeit zwischen den Patrouillen. (alle Bilder aus Simbabwe von: Guy Jennings, Wild Africa Fund)

Nach Einführungsphase schnell im Einsatz

Am Anfang stand ein Training für die Ranger, die die R.C750 zukünftig als Einsatzfahrzeuge nutzen. Denn wie jeder Rider weiß, gehört zum effektiven Einsatz eines Bikes dazu, sich grundlegend mit dessen Spezifikationen, dem Fahrverhalten und den Einstellmöglichkeiten auseinanderzusetzen. Nun vermeldet Bryce Clemence in einem Udpate, dass die R.C750 Bikes nicht nur gute Dienste leisten, sondern auch die Erwartungen übertreffen. Die Wildtierschützer von Ort setzen sie effektiv bei der Beobachtung der Tiere, dem Nachgehen von Hinweisen auf Wilderei bis hin zur Strafverfolgung durch die Behörden ein. Das Ganze auf aktuell drei Patrouillen, die abhängig von der Situation und dem Bedarf vor Ort zu zweit oder in der Gruppe mit vier Bikes durchgeführt werden. Die Nutzung habe den positiven Nebeneffekt, dass die Bikes die Fitness der Ranger fördern, ihre Moral stärken und gleichzeitig auch zur Erholung dienen.

Auf ihren Patrouillen kontrollieren die Ranger auch die kilometerlagen Schutzzäune auf Beschädigungen und Übertritte.

Die R.C750 unterstützen bei verschiedenen Aufgaben

Zu den Hauptaufgaben, die die Ranger mit den R.C750 bewältigen gehören die Spurensuche und die Erkennung illegaler Übertritte über die Grenzen des Reservats. Dieses ist durch Doppelzäune mit einer Gesamtlänge von 350 Kilometern geschützt. Der permanente Check dieser Anlagen und deren Instandhaltung ist elementar für den Schutz des Reservats. Die Ranger übernehmen zudem die Überwachung und Zählung von Tieren. Im SVC leben 25% aller in Simbabwe vorkommender „Black Rhinos“, der sogenannten Spitzmaulnashörner. Die Population lag im September 2023 bei knapp über 200 Tieren. Hier kommen die sogenannten Breitmaulnashörner, die „White Rhinos“ hinzu. Von ihnen gibt es im Reservat etwa 60. Die Tiere sind Teil einer besonderen Fauna, zu der unter anderem noch Schuppentiere, Wildhunde oder Geparde gehören. Die Patrouillen beginnen entweder am Hauptquartier oder nach einem Transport auf einem Fahrzeug in eine bestimmte Region des Reservats. Bryce Clemence vermeldet, dass sich die R.C750 als sehr langlebig erweisen. Was auch der Pflege und Wartung durch die Ranger geschuldet sei, die darauf geschult wurden. Zudem steht in naher Zukunft der Bau eines Trailers für den Transport aller vier Bikes an.

Die Pflege ihrer Einsatzfahrzeuge gehört für die Männer der ATS zur Arbeit.

Eine spezielle Ausstattung für besondere Herausforderungen

Wir haben die R.C750 in unserer Produktion in Dieburg auf ihren Einsatz in Simbabwe vorbereitet. Denn die Herausforderungen, insbesondere durch das Terrain, sind andere, als auf den klassischen Trails hierzulande. Statt Wurzeln und verblockter Stellen müssen die Ranger mit den Bikes versandete und holprige Wege überwinden und sind zum größten Teil im Busch off-piste unterwegs. Der mit bis zu 90 Nm Drehmoment starke Brose S-Mag Motor, in Verbindung mit den effektiv 720 Wattstunden Kapazität aus dem Akku unterstützt die Fahrer mit genügend Power hierfür. So sind manche Patrouillen bis zu 70 km lang. Grobstollige Big Betty Reifen bieten auf dem sandigen Boden, auf dem die Oberfläche locker ist und leicht verrutscht, besseren Halt. Die Ranger vor Ort fahren sie für weniger Rollwiderstand und mehr Grip bei geringerem Luftdruck tubeless. Zudem sind sie durch den Einsatz von Dichtmilch weniger anfällig gegen Beschädigungen und bei Reifenpannen schneller wieder auf der Spur. Wir haben zudem fest M99 Mini Pro Scheinwerfer von Supernova montiert. In der Serienausstattung sind sie dagegen über den MonkeyLink-Adapter entnehmbar. Diese leuchten mit bis zu 1.200 Lumen im Fernlicht. Die Lichtanlage wird durch ein im Gepäckaufnahmesystem integriertes LED-Rücklicht ergänzt. Zudem haben wir die besonderen Modelle für den Busch mit Fahrradständern am Ausfallende bestückt.

Grobstollige Reifen sorgen auf dem sandigen Untergrund im Busch für mehr Grip.

Die Arbeit der Ranger trägt Früchte

Die Ranger im SVC blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2023 zurück. Sie konnten Übergriffe durch Wilderer nahezu vollständig verhindern. Zudem hat die Arbeit vieler Beteiligter im Reservat dazu geführt, dass sich die Population der Rhinos über die Gattungen hinweg vergrößert hat. Das sind Erfolge, die nach Angaben der Aktiven vor Ort Hoffnung auf eine positive Fortentwicklung der Schutzerfolge machen, aber nicht dazu führen werden, im Kampf gegen die Wilderei nachzulassen. Etwa weichen verdrängte Wilderer auf weniger frequentierte Regionen im SVC aus und stellen vermehrt Drahtseilfallen auf, in denen sich auch größere Tiere verletzen können. So setzen die Fachleute weiter auf die Unterstützung durch ihre eigene Hundestaffel K9 im Aufspüren von Straftätern, auf eine weniger invasive Beobachtung von Tieren durch Drohnen, großangelegtes Chippen und Monitoring von Tieren und die Kooperation mit lokalen Gruppen und Einwohnern. Denn die Aufgaben in dem rund 750.00 Hektar großen Areal sind so vielfältig, dass sie nur gemeinsam mit vielen Aktiven zuverlässig und fortdauernd zu erfüllen sind. Der Schutz wilder Tiere geht untrennbar mit der Vereinbarkeit mit der Entwicklung regionaler Prosperität und damit verbunden mit der Akzeptanz der Menschen einher.

Erfahre hier mehr über das R.C750. Allerdings in der Serienausstattung.

Wildtierschutz funktioniert nur im Team. Daher stehen die Ranger im engen Austausch mit den Frauen der „Fence Guards“.