"Skalpell statt Buschmesser" - die NZZ testet das R.X275 PRO
Fällt der Begriff „Velo“, ist die geographische Einordnung des Absenders relativ eindeutig. Wir sind in der Schweiz. Die dort verortete Neue Zürcher Zeitung (NZZ) hat das ROTWILD R.X275 in der Ausstattungsvariante PRO unter die Lupe genommen und auf den Trails getestet. Das Ergebnis ist zum einen eine Definition der Charakteristik unseres Bikes. Zudem stellen die Tester fest, für wen sich eine nähere Betrachtung des Bikes lohnt.
Erfahre hier mehr über unser R.X275 PRO.
Leicht und hochwertig – das R.X275 PRO
Die Leichtigkeit des R.X275 im Sinne des reinen Gewichts kann man auf den ersten Blick erahnen. Die cleane Optik und der Rahmen untermauern dieses Attribut. Das ist ein Eindruck, den Redakteur Matthias Pfannmüller und das Testteam gleich zu Beginn bestätigt. Er bezeichnet das Bike als „filigran“ gemacht, mit einer „schmalen Silhouette ohne überflüssigen Schnickschnack“. Das Bike wolle „trotz Antrieb vor allem eines sein – schön leicht“. Auch wenn das seinen Preis habe. Dafür bekomme der Käufer eine sehr hochwertige Ausstattung. Hierzu zählt er den Vollcarbonrahmen, die Suspension-Elemente, die Schwinge und den Lenker aus Carbon und beispielsweise eine „erstklassige“ Mattlackierung und Finish“ als Faktoren auf.
Wendig den Trail rauf und runter
Das Credo der Tester zum Fahrverhalten fällt durchgängig positiv aus. So begeistere das R.X275 auf verschiedene Bodenbegebenheiten. Lenkung, Dämpfung und Bremsen agierten „allzeit souverän“. „Insgesamt ist dieses Bike schön ausbalanciert und bleibt bei Tempi oberhalb 60 km/h absolut spurtreu, was auch für seinen steifen Rahmen spricht“, schreibt Matthias Pfannmüller. Er ergänzt: „Das R.X275 ist leichtfüßig genug, um es auch bei ausgeschaltetem E-Antrieb nutzen zu können.“ Das leichte Gewicht verhelfe dem Bike zu Wendigkeit im Downhill.
Der eAssist unterstützt feinfühlig und individuell einstellbar
Der Verfasser stellt klar, dass es sich beim R.X275 um ein eBike handelt. So seien er und die anderen Tester das Bike „vorwiegend mit Motor gefahren“. Dabei könnten Nutzer, die eBikes mit starkem Motor kennen, den Eindruck erhalten, der TQ HPR50-Motor sei defekt. Weil er zum Beispiel „trotz Kette nahezu lautlos“ agiere. Es könne auch daran liegen, dass die Unterstützungsstufen Eco, Mid und High „auf der milden Seite angesiedelt“ sind. Das sei zum einen im Sinne der Reichweite. Zum anderen motiviere es den Fahrer im Training, weil die Software, die die Unterstützung des Motors regelt, eine hohe Kadenz belohne. Dabei lasse die App von TQ viele Einstellungsmöglichkeiten in Bezug auf Leistung, Unterstützung und Ansprechverhalten zu. „Wer das voll ausnutzt, hat es beinahe mit einem normalen Pedelec zu tun“, so der Verfasser.
Quod erat demonstrandum
Ihre Eindrücke haben die Tester auf einer vordefinierten Testrunde mit 23 km und 1.000 Hm gesammelt. Dabei sind sie zwei Setups gefahren. Zum einen mit der von uns vordefinierten Einstellung und zum anderen mit der größtmöglichen Unterstützung. In der Werkseinstellung halte sich der Motor zurück, der Fahrer sei primär gefordert. Auch die beiden stärkeren Unterstützungsstufen „helfen“, aber „treiben nicht voran.“ So benennt die Redaktion mehrere Konstellationen an Einstellungen und gibt an, wie viel Watt das Bike zugibt. Bei maximal eingestellter Motorkraft sind das bis zu 200 Watt. Aber auch in der stärksten Einstellung bleibe das R.X275 „gefühlt […] immer leicht hinter der menschlichen Leistung zurück. Es schiebt, aber es zieht nicht.“ Das sei ein „Aha-Erlebnis“.
Für wen das R.X275 etwas ist
„Der Clou“ ist für die Tester der Boost Button. Mit diesem kann der Pilot auch bei abgeschalteter Unterstützung bis zu 30 Sekunden maximale Elektrokraft erhalten. Im Test der NZZ sind das 305 Watt. Dabei müsse sich der Fahrer aber gewahr sein, „dass danach wieder getreten werden will“. So schließt sich der Kreis, zur Frage, für wen das R.X275 etwas ist. Es sei „Skalpell statt Buschmesser“ und somit ein Sportgerät für die, die vom elektrofreien Bike kommen. Es ermöglicht hier längere Strecken und ausgeglichenen Puls. Als andere Extreme benennt der Autor Menschen, die auf ihren Touren gar auf ein S-Pedelec setzten. Diese wären vom R.X275 vermeintlich enttäuscht, bzw. müssten sich mehr anstrengen. Für den, der sich beim Kauf eines Mountainbikes mit eAssist sorgfältig überlege was er will, für den sei das R.X275 eine „Offenbarung“.
Den vollständigen Testbericht in der NZZ liest du hier.