ROTWILD Insights: Fedor Shipulin
Fedor ist ein Paradebeispiel dafür, wie man sein Hobby zum Beruf machen kann. Seit seiner Jugend ist der 27-jährige begeisterter Mountainbiker. Als er während seiner Lehre zum Koch per Zufall auf eine ROTWILD Stellenanzeige stieß, ergriff er die Chance und bewarb sich. Mit Erfolg, denn er ist fester Bestandteil des ROTWILD Service- und Kundendienstteams.
Wie bist du zu ROTWILD gekommen?
ROTWILD als deutsche Premium-Marke und Richie Schley als ihr langjähriger Profi-Freerider waren mir als begeisterter Downhill- und Enduro-Biker schon seit meiner Jugend ein Begriff. Auf den Ausbildungsplatz bin ich durch Zufall gestoßen: Ich war damals in Berlin, wo ich die Ausbildung zum Koch angefangen hatte und fand im Internet die Stellenanzeige. Ich wollte mein Hobby endlich zum Beruf machen und musste nicht mehr lange überlegen und habe mich spontan beworben.
Wie groß ist euer Service & Kundendienst-Team und wie sind die Aufgaben dort verteilt?
Unser Team besteht aus insgesamt fünf Mitarbeiter. In erster Linie sind wir die Ansprechpartner für den Fachhandel. Wir helfen bei Problemen am Telefon oder per E-Mail, wickeln Reklamationen ab und schulen unsere Händler regelmäßig in Workshops. Daneben kümmern wir uns auch um die interne Testbike-Flotte, die während der Saison umfangreich werden kann.
Wie muss man sich deinen beruflichen Alltag vorstellen?
Im Service ist jeder Tag trotz wiederkehrender Aufgaben immer anders, langweilig ist es nie. Manche Anfragen und Probleme lassen sich unkompliziert lösen. Ab und an sind die Herausforderungen aber auch größer – wenn es zum Beispiel um eine Fehlerbehebung geht, deren Ursache nicht klar ist. Wir lernen täglich dazu. Dabei ist es uns superwichtig, dass unseren Kunden und Händlern schnell und professionell geholfen wird.
Inwiefern hat die Corona-Pandemie Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag?
Biken ist populär wie nie, das erleben wir selbst tagtäglich und bekommen das als Feedback auch aus dem Handel. Corona hat hauptsächlich in den Lieferketten Auswirkungen. Das bedeutet, dass nicht jedes Ersatzteil im geplanten Zeitrahmen bei uns eintrifft, so gerne wir das hätten. Im Service unterstützen wir den Handel mit vollem Einsatz, in der Corona-Zeit heißt das aber das ein oder andere Wochenende mit Servicearbeiten zu verbringen. Damit am Montagmorgen reparierte Teile sofort zurückgeschickt werden können.
Unabhängig von der besonderen Situation durch die Corona-Krise: Was sind die größten Herausforderungen in deinem Job und wie begegnest du diesen?
Wir wollen schnell, professionell und zuverlässig helfen und die Dinge in Ordnung bringen. Service und Kundendienst sind ein wichtiger Bestandteil, damit die Kunden ihre nächste Bike-Tour wieder genießen können. Dafür braucht es manchmal detektivisches Gespür, wenn wir per Telefon oder E-Mails Ferndiagnosen durchführen. Weil das bereits oft klappt, freuen wir uns über jeden Fall, in dem wir helfen konnten.
Welche Qualifikationen sollte man als Mitarbeiter im Service und Kundendienst bei ROTWILD mitbringen?
Auf alle Fälle benötigt man viel Fachkenntnis, aber auch Leidenschaft für das Produkt und die Marke selber. Man sollte offen sein für Neues, denn die Fahrradbranche entwickelt sich rasant weiter. Zusätzlich muss man einen guten Überblick erhalten und viel Geduld haben. Ganz wichtig ist das Verständnis für den Kunden und Händler.
Hast du Tipps für jemanden, der gerne in der Bikebranche arbeiten will?
Ich würde empfehlen auf alle Fälle vorher ein Praktikum zu machen. Nur weil man gerne Fahrrad fährt, heißt es nicht direkt, dass ein Job in der Bikebranche das Richtige ist. Man sollte auf alle Fälle immer in Sachen technische Entwicklung auf dem neuesten Stand sein und eine Leidenschaft für Fahrräder mitbringen.
Zu deinen persönlichen Bikevorlieben: Downhill oder Uphill?
Beides. Beim Downhill reizen mich technische Abfahrten und Trails aller Art. Auch Ausflüge in den Bikepark machen immer wieder Spaß. Ich fahre aber genau so gerne bergauf, denn für mich muss man sich jede Abfahrt erst verdienen. Es gibt nichts Besseres, als nach einem langen Arbeitstag oder am Wochenende einfach eine spontane Tour zu machen die beides enthält.
Fully oder Hardtail?
Auch hier gibt es für mich kein Entweder-oder. Ich fahre ein Fully auf den Trails und ein Hardtail auf den normalen Touren.
E-Bike oder konventionell?
Die meisten Kilometer im Jahr fahre ich konventionelle Bikes, so hält man sich schön fit.
E-Bikes haben ein großes Potenzial. Wenn ich wenig Zeit zum Fahren habe und die maximale Anzahl an Abfahrten machen will, dann nehme ich das E-Bike.
Dein Lieblingsbike aus der ROTWILD Kollektion?
Da muss ich nicht lange überlegen, das ist ganz klar das R.E750.
Wie viele Kilometer sitzt du pro Jahr im Sattel?
Ich komme auf etwa 1.500 km.
Hast du ein Lieblingsrevier zum Biken?
Taunus und Odenwald liegen direkt vor der Haustür, hier bin ich regelmäßig unterwegs. Weitere persönliche Highlights sind Bikeparks und Trails in Österreich.