ROTWILD Insights: Danny Herz
Wie bist du zu ROTWILD gekommen?
1996 arbeitete ich noch bei RooX und lernte dort Peter Schlitt, den Gründer von ROTWILD und heutigen CEO, kennen. Peter war auf der Suche nach Komponenten für die ersten ROTWILD-Testbikes. In meinem Büro stand ein Dual-Slalom-Bike, mit dem ich damals Rennen gefahren bin. Als Peter es sah, meinte er: „Das kann man besser machen“ und baute mir einen Dual-Slalom-Rahmen. Das war die Geburt des ROTWILD RDS 01, und zusammen mit Stefan Hermann wurde ich der erste Teamfahrer bei ROTWILD.
Da wir bei RooX auch eine Vertriebsstruktur hatten, übernahmen wir 1997 den ROTWILD-Vertrieb für Deutschland und Österreich. Ich kann mich noch gut an die allererste Lieferung von 20 Rahmen erinnern. Da musste ich noch ein Loch für das vordere Umwerferseil bohren, welches man vergessen hatte – “real Handmade“. Als ich mich dann im Jahr 2000 von RooX trennte, bot mir Peter Schlitt an, den Vertrieb für Österreich und die Koordination des Rennteams zu übernehmen. Das war perfekt und genau das, was ich immer machen wollte!
Wie groß ist das Vertriebsteam bei ROTWILD, und mit wem arbeitest du eng zusammen?
Im Vertriebs-Innendienst sind es aktuell Daniela, Nicolas, Detlef und Markus. Detlef macht aber auch einen Teil Außendienst und ist mit meinen österreichischen Händlern sehr vertraut und äußerst beliebt, weil er Dialekt versteht ☺! Im Außendienst arbeiten noch Fidi und Stephan. Mit Stephan organisiere ich viele Events und Schulungen in Deutschland und Österreic, da ergänzen wir uns sehr gut. Wenn es um das AMG ROTWILD-Team und die Factory Rider geht, arbeite ich eng mit Ole Wittrock aus dem Headquarter in Dieburg zusammen, der dort für das Marketing zuständig ist. Meist sind wir dann auch gemeinsam auf Events und Rennen. Das nennen wir dann intern „Marketing und Technik ist unterwegs“. Das funktioniert immer reibungslos. Ole macht auch die coolen Bilder für Social Media. Für mich ist er einer der besten Fotografen!
Wie sieht dein beruflicher Alltag im Vertrieb aus?
Der Tag beginnt meist gegen 6 Uhr bei einem Skype-Kaffee mit meinem Vertriebskollegen Detlef Schlehenstein. Wir stimmen uns über die Lagerbestände und die nächsten Aufträge ab. Dann werden Mails beantwortet und Telefonate mit Händler und Kunden über technische Fragen, Events und Aufträge entgegen genommen. Zwischendurch brauche ich auch mal Werkzeug in den Händen und gehe in die Werkstatt, wo ich den Service für Test- und Messe-Bikes erledige oder Räder fürs AMG ROTWILD-Team aufbaue. Hinzu kommen viele Events, Messen und Termine bei Händlern oder Meetings im ROTWILD-Headquarter in Dieburg. Besondere Abwechslung bieten die Events mit unserem Kooperationspartner AMG. Dabei kommt es schon mal vor, dass ich auf der Rennstrecke von Abu Dhabi ein paar Runden mit dem AMG SLS 63 fahren darf, während die AMG-Kunden unsere ROTWILD AMG-Bikes testen
Was war die bisher größte Herausforderung in deinem Job?
Welche Qualifikationen sollte man als Mitarbeiter im Vertrieb bei ROTWILD mitbringen?
Was ist das Reizvolle an deinem Job?
Hast du Tipps für jemanden, der auch gerne in der Bike-Branche arbeiten will?
Zu deinen Bike-Vorlieben: Downhill oder Uphill?
DOWNHILL!!! Für Uphill gibt es einen Lift und E-Bikes.
Fully oder Hardtail?
Ganz klar Fully!
E-Bike oder konventionell?
So skeptisch ich in den ersten Jahren war – ein E-Bike ist einfach lässig!
Welches ist dein Lieblings-Bike aus der ROTWILD-Palette?
Emotional sind es meist die „Classic Modelle“, die eine Geschichte haben, wie das RDH 04 Pull Shock, welches wir einige Jahre im Weltcup einsetzten und mit dem Stefan Kudella Deutscher Meister wurde. Das Bike war damals durch den Dämpfer und den tiefen Schwerpunkt seiner Zeit weit voraus. Mir und dem Engineering hat es allerdings auch viele schlaflose Nächte beschert. Als es dann endlich perfekt war, hat Rock Shox die Produktion der Spezial-Dämpfer leider eingestellt. Das war bitter. Aus der aktuellen Modellreihe ist mein Favorit ganz klar das R.X+.
Wie viele Kilometer sitzt du pro Jahr im Sattel?
Im Bikepark sitzt man ja nicht und Kilometer zähle ich da auch nicht. In meiner Mercedes V-Klasse komme ich auf 60.000. Zählt das auch?
Hast du ein Lieblingsrevier zum Biken?
Saalbach Hinterglemm natürlich! Da hast du eine abwechslungsreiche Auswahl an Strecken, gute Hüten und Hotels und natürlich das Bike N Soul Team. Hier gibt es für jeden Geschmack etwas und eines der größten ROTWILD-Testcenter. Überzeugt euch selbst!