27. Oktober 2022

Mit dem eMTB voll im Flow

Sind wir ganz ehrlich: Das Schönste am Mountainbiken ist die Abfahrt. Vor allem auf einem abwechslungsreichen Trail, der die Skills der Rider und die Konstruktion des gesamten Bikes fordert. Die Crux ist nur: Nicht alle wollen immer derart ans Limit gehen. Wer dennoch sportiven Fun mit flüssigem Fahren verbinden will, der oder dem sei ein Flowtrail ans Herz gelegt. Was man dafür braucht, haben wir zusammengefasst.

Eines vorne weg: Flowtrails als „Anfängerpisten“ zu titulieren wäre verkehrt. Hier haben Bike-Beginner genauso ihren Spaß wie die eingefleischten Könner. Während die an ihren Tricks arbeiten, Tempo machen oder einfach ihr Bike nett ausführen, können Einsteiger schnell Erfolge feiern. Mit ein bisschen Übung und Selbstvertrauen sind Flowtrails gut beherrschbar. Denn der geschmeidige Fluss ist ihr Markenzeichen. Sie sind kurvenreich, Anlieger sorgen für nahtlose Fahrt und Wellen und rollbare Sprünge für ein Achterbahngefühl. „Es ist wichtig, sich auf dem Bike richtig zu bewegen und das Gewicht entsprechend dieser Wellen zu verlagern. Wie immer und überall: Kinn hoch und Blick nach vorne,“ betont ROTWILD Rider Fedor Shipulin. Wer so schnell Zutrauen ins eigene Können findet, kann auch einen Blick in die Natur werfen, durch die er düst. Denn auch das ist eine Intention der Erbauer von Flowtrails: Bewusstsein schärfen. Dann kommt man auch sicher über Wurzeln und Steine, die den Fahrweg säumen.

Fokus auf den Trail: dann kommt man mit Spaß durch die Kurve

Ein bisschen Flowtrail-Fahrtechnik ist nie verkehrt

Blau, Rot, Schwarz – das sind die Farben, die Mountainbiker generell kennen sollten. Auch auf dem Flowtrail teilen sie die Schwierigkeitsgrade von leicht über mäßig schwer bis hin zur Expertenrunde ein. Auf allen Pfaden gilt: das Terrain an sich wird jedoch von Kurs zu Kurs ruppiger. Wer richtig bremsen kann und sicher in Kurven ist, kommt über einen blauen Kurs gut hinweg. Denn auf dem Weg nach unten warten keine technisch anspruchsvollen Hindernisse. Das Kniffelige ist, die eigene Geschwindigkeit richtig zu bestimmen. Wer das im Griff hat, kann Gleichgewicht, Reaktionsfähigkeit und Bikekontrolle trainieren, ohne größere Stürze zu riskieren. Breites Grinsen inklusive, wenn es geschmeidig auch über Hindernisse geht. „Manchmal will man es einfach fließen lassen und den Flow spüren, ohne zwingend die grösste technische Herausforderung zu suchen“, sagt ROTWILD Experte Johannes Matschos. „Genau dann machen Flowtrails Spaß.“ So meistert der Flowtrailbiker auch Bodenwellen und die ersten Sprünge.

Mit Energie über das Hindernis oder drum herum. Alles kann, nichts muss – auf dem Flowtrail

Mit dem ROTWILD Cross Mountain auf den Flowtrail

Damit der Rausch auf dem Trail keinen Kater hinterlässt, haben wir eine klare Empfehlung: Fully, komfortabler Federweg, progressive Geometrie, 29-Zoll-Reifen, einen Allrounder eben. Da haben wir zum Beispiel das R.C750 im Angebot. Es ist unser Cross Mountain, ein Bike, das sich nur schwer aus der Ruhe bringen lässt. Mit 140 mm Federweg in der Front bietet es genug Suspension, um ruppige Wurzeln und störrische Steine zu bewältigen. Mit sensiblem Ansprechverhalten bei flachwelligem Untergrund bis hin zu guter Progression bei höheren Absätzen. Das Fahrwerk schluckt nahezu jede Unebenheit, die ein Flowtrail so zu bieten hat. Das C läuft wie auf Schienen und gibt so Sicherheit. Der S-Mag-Motor von Brose, kombiniert mit einer IPU 750 mit effektiv 720 Wattstunden unterstützt in allen Fahrsituationen mit kräftigem Zug: auf dem Weg downhill ebenso wie wieder hoch zum Start für die nächste Runde. 

Werfe einen Blick auf das ROTWILD Cross Country, das R.C750 in den Varianten Core, Pro und Ultra.

Mit 140 mm Federweg geht das R.C750 auf wurzeligem Untergrund gerne auch mal in den Lead

Wer es gleich aggressiver mag

Ein anderes Fahrgefühl vermittelt ein Kandidat unserer AGGRESSIVE Series: das R.X375. Geht es in Richtung Start des Trails wird es unruhig. Der Aufstieg ist hier nur Mittel zum Zweck. Denn unser „Trailkönig“ will in seinem Reich regieren. Das 375er hat eine progressive Geometrie mit längerem Radstand und flacherem Lenkwinkel. Das sorgt für eine zentrale Sitzposition des Riders. Diese Balance hilft, um smooth, aber mit Tempo durch die Kurven des Flowtrails zu kommen. Das Bike kommt dabei mit kleinerem Akku leicht daher. Angetrieben wird es vom EP8-Motor von Shimano. Dieser verlangt als quirliger Partner die aktive Mitarbeit der Rider – bergab genauso wie bergauf. In Sachen Federung ist das R.X375 mit 150mm Federgabel in der Front ausgerüstet. Griffige Reifen sind für sicheres Trailbiken unverzichtbar. Der Trailkönig rollt auf 29 Zoll Laufrädern mit 2,4 Zoll breiten Reifen.

Deine Audienz bei unserem Trailkönig buchst Du hier.

Beherrscht sein Reich mit Speed – das R.X375 als Trailkönig

Der Feldberg ist ROTWILD Revier

Um den Spaß des Flowtrails zu erleben, muss man nicht zwangsläufig in alpine Bike-Arenen reisen. Dank des Mountainbike-Booms der letzten Jahre sind auch in Deutschland nicht nur in den Bikeparks eine ganze Reihe von künstlich angelegten Flowtrails entstanden. Häufig sind diese erst durch die Initiative von lokalen MTB-Vereinen und engagierten Mountainbikern errichtet worden. Je nach Location können Rider die Trails sogar kostenlos befahren. Ansonsten müssen sie Tickets im entsprechenden Bikepark buchen. Unser Hausberg bei ROTWILD ist der Feldberg, nordwestlich von Frankfurt. Die Abfahrt von fast der Bergspitze bis ins Tal können auch Anfänger befahren, zum Beispiel in Etappen. Viele unserer Fotos aus unserer Produktwelt entstehen hier.

Werfe einen Blick in den Taunus und auf den Feldberg-Flowtrail.

Verfahren nahezu ausgeschlossen: der Flowtrail am Feldberg ist gut ausgeschildert.

Wo sonst noch so hin?

Überregional bekannt sind der Flowtrail in Stromberg im Hunsrück und „Kyrhill“ im Bikepark in Winterberg im Sauerland. Letzterer ist von sanften Steilkurven, Bodenwellen und kleinen Sprünge geprägt. Im Trailcenter Rabenberg im Erzgebirge finden sich sechs ausgeschilderte Routen in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Es sind keine klassischen Flowtrails. Sie weisen aber viele geschmeidige Passagen auf. Hier gilt das Motto: Sich die schönsten Stücke zusammenkombinieren. Auch der Bayerische Wald bietet Touren an, die voll im Fluss sind. Etwa auf dem Flow Country Trail am Geisskopf. Wie eine Achterbahn schlängelt sich dieser mit weiten Kurven, Wellen und kleinen Sprüngen über 2,5 Kilometer ins Tal. Weiter südlich im Freistaat liegt der Bikepark Samerberg. Die blaue Strecke mit vielen Kurven, kleinen Tables, Wellen und Wallrides ist leicht zu fahren.