17. April 2024

Light-eMTB oder doch was Eigenes? Das R.X275 PRO im Test der Mountainbike

Die Fachzeitschrift Mountainbike hat in einem Test Light-eMTB unter die Lupe genommen. „Konsequenter Leichtbau“ und „zuschaltbarer Extra-Schub“ waren besondere Parameter, die die Tester um Redakteur Chris Pauls für die Auswahl als Testkandidat zu Grunde legten. Die Frage, auf die eine Antwort gesucht werden sollte, war, ob die Bikes ihrem Segment mit besonderen Features die „die Krone aufsetzen“ könnten. Auch unser R.X275 in der Ausstattungsvariante PRO wurde in diesem Umfeld auf Herz und Nieren geprüft. Gerade beim Thema Extra-Unterstützung konnte unser leichtes Trailbike punkten. Dem Rider kommt nämlich die Wirkung des Boost Buttons zugute. Das ist eine Funktion, die wir im Rahmen der Integration des HPR50-Motors von TQ in das Konzept des R.X275 selbst entwickelt haben. Er ist wesentlicher Bestandteil des eAssist – unserem Antriebskonzept, das den Rider in seinem Fokus auf eigene Leistung punktgenau unterstützt.

Ein kleiner roter Ring mit großer Wirkung

Über die Betätigung des markanten roten Rings auf der linken Seite des Lenkers erhält der Fahrer für bis zu 30 Sekunden eine Unterstützung von 300 Watt. „Dahinter verbirgt sich die Idee, dass die volle Leistung […] nur kurzzeitig abgerufen werden kann, etwa um einen steilen Anstieg zu überwinden“, beschreibt die Redaktion den Sinn des Konzepts. Das trifft es genau. Denn wir wollen die Eigenleistung des Fahrers in den Vordergrund und die Motorunterstützung dezent, fast unterschwellig zur Verfügung stellen. Das Zusammenwirken von Motor, Akku und Boost Button im R.X275 definieren wir daher auch als eAssist. Es ist ein System, dass den Fahrer dezent, aber kontinuierlich unterstützt. Voraussetzung dafür ist, dass dieser sich diese Hilfe ganz auf seine individuellen Bedürfnisse anpasst. Das grenzt unser Bike nochmal von den klassischen Light-eMTB ab, bei denen der Antrieb wesentlicher Teil des Konzepts ist, etwa um den Uphill zu bewältigen. Auf dem R.X275 sorgt der Fahrer vornehmlich mit eigener Kraft Vortrieb und benötigt nur in speziellen Situationen Support. Der HPR50-Motor bietet ein Drehmoment von 50 Nm. „Vor allem agiert das Aggregat fast lautlos und sehr harmonisch“, urteilen die Tester. Das Gewicht des Motors liegt bei 1.850 g. Energie bekommt er aus dem von uns selbst entwickelten Akku mit effektiv 250 Wh Kapazität, „der minimalistische 1.400 g aufbringen soll“.

Erfahre hier mehr über das R.X275 PRO.

Teil des eAssist-Konzepts: das in das Oberrohr integrierte Display von TQ mit allen wesentlichen Fahrdaten. (Dieses Foto - ebenso wie das Titelbild - hat Rupert Fowler aufgenommen.)

Möglichst leicht soll es sein

Das Thema Gewicht spielt für die Tester nicht nur beim Zusammenwirken von Motor und Akku eine Rolle. „Durch hochmodulares Carbon, den Verzicht auf das vierte Hinterbaugelenk und einen fest verbauten Akku“ kämen wir auf ein reines Rahmengewicht – also ohne Motor, Akku und Dämpfer - von 2.350 g. Gesamt gesehen, „bringt das Rotwild superleichte 16,4 Kilo […] auf die Waage“. Ergänzen wollen wir hier: Der in Handarbeit gefertigte Rohrahmen aus 580 einzelnen Carbon-Zuschnitten indes wiegt sogar nur 1.893 g. Zudem ist das R.X275 in der Ausstattungsvariante ULTRA nochmal rund 1 kg leichter. Gerade die Modelle aus der Gewichtsklasse der eMTB, die „(weit) unter 20 Kilo“ läge, „sollen bekanntlich mehr Trailspaß als „normale“ E-MTBs bieten, dennoch ausreichend große Reichweite“. So definiert es die Redaktion im Test. „Die Wahrheit über Light-E-Bikes“ sei jedoch, dass „weder das geringe Gewicht noch die „spritsparenden“ Motoren, die geringere Akkukapazität komplett kompensieren können“. Im anschließend aufgemachten Vergleich der Reichhöhen zu einem herkömmlichen eMTB kommen wir mit dem R.X275 natürlich auf einen geringeren Wert. Diese Zahlen müssen sich immer am individuellen Einsatz des Riders messen lassen. Außerdem geht es beim R.X275 um ein sehr persönliches Setting des Sportlers. Daher haben wir es ganz bewusst am Beginn der Leistungsskala eines eMTB platziert. So können wir mit dem Vergleich leben. Zudem hält die Redaktion im Gegenzug fest: „Das asketische Gewicht macht sich dafür aber auch beim Fahrverhalten, sprich dem Trailspaß, bemerkbar.“ Die Tester loben das „sensationell agile Fahrverhalten“. „Man glaubt kaum, dass man auf einem E-MTB sitzt.“

Das R.X275 ist „Handmade in Dieburg“. Lese hier mehr über die Produktion des Bikes.

Mit einem Federweg von 130 mm vorne und 120 mm im Hinterbau ist das R.X275 PRO das optimale, leichte Trailbike. (Dieses Foto - ebenso wie das Titelbild - hat Rupert Fowler aufgenommen.)

1A Geometrie und Fahrspaß zeichnen das R.X275 aus

Das Fazit der Tester zum R.X275 fällt sehr positiv aus. Moderne Geometrie, potentes Fahrwerk und qualitativ hochwertige Verarbeitung machen es zu einem agilen Bike. Allein die Einordnung in die Testkategorie als Light-eMTB fällt den Fachleuten vom Magazin ob der Leistung des Motors und der Kapazität des Akkus schwer. So sagt Tester Chris Pauls einerseits: „Auch mit einem Light-E-MTB will ich einer Gruppe mit Full-Power-E-MTBs mithalten können.“ Sein Kollege Lukas Ittenbach betont dagegen: „Das Rotwild ist für mich wegen der reduzierten Bauart der ideale Trainingspartner.“ So liege der Vorteil beim R.X275 darin, dass es „auf dem Trail auch jenseits der 25 km/h flink voran“ presche. Es glänze „dank moderner 1A-Geometrie mit Sicherheit und Fahrspaß“. Zudem heben die Redakteure das „gelungene Display“ und die „durchdachten Parts“ hervor. Diese hätten allerdings „höherwertiger“ ausfallen dürfen. Die Tester sind das R.X275 in der Ausstattungsvariante PRO gefahren. Es gibt das Bike auch noch in der höherwertigeren Ausstattungsvariante ULTRA, dann zum Beispiel mit der FOX 34 Float Factory-Federgabel oder der FOX Transfer SL-Sattelstütze in Kashima-Legierung und Shimano XTR-Schaltelementen.

Den ganzen Test kannst du im „Gratis-Extra: 24 Seiten E-MTB“ in der Ausgabe 05/2024 der Mountainbike nachlesen.

Leichtbau und individuell skalierbare Unterstützung aus dem eAssist sorgen für Fahrspaß auf dem Trail. (Dieses Foto - ebenso wie das Titelbild - hat Rupert Fowler aufgenommen.)