Ein geniales Konzept im Dauertest: das R.G375 in der EMTB
„Möglichst viele heftige Abfahrten“ zu machen – das war es, was EMTB-Redakteur Christian Schleker mit dem ROTWILD R.G375 erleben wollte. Sein Plan? Das Bike über eine ganze Saison, an verschiedenen Destinationen und unter diversen Trail-Bedingungen auf Herz und Nieren zu überprüfen. Als ambitioniertem Freerider, dessen Fokus voll auf dem energiegeladenen Downhill liegt und für den die Bergauf-Fahrt nur Mittel zum Zweck ist, war unser Gravity-Bike daher genau der richtige Wegbegleiter für ihn. Seine Eindrücke vom Dauertest schildert er nun in der EMTB.
Ein fein abgestimmtes Bike mit vielen Vorzügen
Es ist die Verortung des Bikes im Segment der Light-eMTB, die es für den Tester zu einem optimalen Probanden machte. Vor allem das Prinzip mit dem „kleinen Wechselakku“ erschien Christian Schleker „ideal“. Das R.G375 zieht die Energie für den Shimano EP8 Motor mit bis 85 Nm Drehmoment aus einem von ROTWILD entwickelten Akku mit effektiv 350 Wattstunden. Über den Quick Release lässt sich dieser innerhalb von Sekunden aus dem Unterrohr entnehmen. Hierin liegt ein großer Reiz des Bikes für den Tester: Zwei Auffahrten á 600 Höhenmetern seien so für ihn drin. „Ist der Akku alle, geht’s kurz zum Auto, neuen Akku rein und noch mal zwei Runden.“ Zudem sei das „Super-Enduro“ sehr stabil und laufruhig. Ganz nebenbei: Mit 180 mm Federweg in der Federgabel verorten wir das Bike in einer Extra-Kategorie neben den Klassikern All Mountain und Enduro. Mit 63 Grad Lenkwinkel und einem Reach von 475 mm (Größe L) ist es explizit für den Bikepark, den Freeride oder Downhill gemacht. Die lange Geometrie sei enorm fahrstabil, die Federung satt und das Handling natürlich, betont Christian Schleker. Der Vorteil liege auch im leichten Gewicht des Bikes. So schiebe es im Anbremsen nicht über die Vorderräder und das Handling sei sehr natürlich.
Ein Bike, das hervorsticht
Daher fällt Christian Schlekers Fazit zum Bike durchweg positiv aus. Das R.G375 sei „eine Besonderheit am Markt“, gemessen am Gewicht, der hohen Laufruhe, der praktischen Akkuentnahme und in Kombination mit der „vollen Power auf Wunsch“ aus dem Shimano EP8-Motor. Er betont, dass nur wenige „E-Freerider“, unserem Bike „bergab das Wasser reichen können“. „Das Konzept ist genial, und so viel Abfahrtsstärke gepaart mit Leichtgewicht und Wechsel-Akku sind noch immer einzigartig am Markt“. Daher sei das R.G375 „(m)ein perfektes Parkbike“. Ein Lob, das uns sehr freut. Es bestätigt uns darin, dass wir mit unserer Definition von Light-eMTB einen überzeugenden Ansatz gefunden haben. Nicht nur für den Gravity-Bereich, mit dem besonderen Anspruch an Downhill-Qualitäten. Mit dem R.X375 und dem R.E375 in den Segmenten All Mountain und Enduro bieten wir zudem vielen Ridern die Möglichkeit, unser Light-Konzept für ihre speziellen sportiven Vorlieben nutzen zu können.
Nicht immer läuft alles rund
Bei so viele Lob für unser Bike, kann man das „Aber“ regelrecht heranrauschen hören: Verschont geblieben vor Schäden am R.G375 ist Christian Schleker in seiner persönlichen Testsaison nicht. Die angepeilten 90.000 Höhenmeter im Dauereinsatz hat er nicht erreicht. Manchmal steckt der Teufel im Detail, sind Ausfälle und notwendige Reparaturen nicht vermeidbar. Vor allem in einem Sport, der Mensch und Material an die Grenzen von Belastungen führt und ausgeklügelte Bike-Technik enormen Kräften aussetzt. Im Test heißt es: „Auch das Rotwild R.G375 Pro musste bei ihm viel einstecken.“ Der Redakteur betont es selbst: „An einem E-Bike kann eben doch viel kaputt gehen – mehr als am klassischen MTB.“
Was er erlebt hat und warum das R.G375 sein „perfektes Parkbike“ ist, liest du in seinem ausführlichen Testbericht in der Ausgabe 1 der EMTB für Februar und März.