16. Januar 2024

„Ein Arbeitstier in edlem Gewand“ – das ROTWILD R.X1000

Die Fachzeitschrift EMTB hat in einem Langzeittest unser neues R.X1000 auf Herz und Nieren geprüft. Dieser umfasste neben der standardisierten Beurteilung von Fakten und Eigenschaften natürlich auch ausgiebige Runden im vordefinierten Testfeld: auf der „Tour“, bergauf und im Downhill. Einen besonderen Anreiz bildete dabei für Testleiter Florentin Vesenbeckh und sein Team die im Testbike verbaute Motor.Gearbox.Unit (MGU) von Pinion. So konnten die Redakteure erstmals eine serienreife Motor-Getriebe-Einheit testen und zuvor gewonnene Erkenntnisse in der Praxis schärfen. Die Eindrücke haben wir hier zusammengefasst.

Ein Blick auf die Geometrie

Die Tester wollten eine These überprüfen: nämlich, dass das R.X1000 „das ultimativ unproblematische Tourenbike“ sei. Grundlage hierfür bilde die Geometrie des Bikes, der edle Carbonrahmen, die enorme Kapazität des Akkus mit effektiv 960 Wh und eben die „revolutionäre“ MGU. Zu Recht betonen sie, dass das R.X1000 eine Weiterentwicklung des R.X750 sei. Mit diesem Modell hatten wir das große Anwendungsfeld für All Mountain Bikes erheblich erweitert. Dieser Einsatzbereich definiert sich durch lange Touren, in unwegsamem Gelände und mit angepeilter großer Reichhöhe. Dazu braucht es ein kraftvolles eMTB, das mit seiner Geometrie und dem Fahrwerk den Rider auf dem Weg zum Ziel unterstützt. Das R.X1000 greift diesen Ansatz auf, profitiert dabei aber von einer noch höheren Akkukapazität. Beim standardisierten Reichweitentest der EMTB erkletterte das Fahrrad 2.000 Höhenmeter, bei kontinuierlicher Verwendung der höchsten Unterstützungsstufe. Im Testlabor maß die Redaktion einen Radstand von 1238 mm, einen Reach von 461 mm und eine Kettenstrebenlänge von 445 mm. Damit falle das R.X1000 für ein eMTB „dieser Power und Federwegsklasse […] ordentlich kurz aus“. Damit „verweigere“ es sich „dem Trend“, dass „moderne eMTB immer länger und flacher werden, um sie für extreme Abfahrten und Highspeed zu wappnen.“

Die bullige Optik des R.X1000 ist klares Indiz für die Verwandtschaft zum R.X750. In das Unterrohr gezogene Kabel sorgen für eine cleane Optik.

Für wen das Bike gemacht ist

Wir halten hier dagegen, dass das ohnehin nicht der typische Anwendungsfall für das R.X1000 ist. Mögen die Grenzen – auch gemessen am individuellen Anspruch des jeweiligen Fahrers – fließend sein. Florentin Vesenbeckh betont dann im weiteren Testbericht auch die Vielfältigkeit des Bikes. So zeige es seinen „unkomplizierten Charakter“ bei steilen Anstiegen. Zudem lasse es sich durch die direkte Lenkung leicht beherrschen. Der Hinterbau generiere viel Traktion und der Fahrer könne in „einer aktiven und zentralen Sitzposition“ bleiben. Bergab sorge „gerade der kurze Radstand und die zentrale Gewichtsverteilung“ für Agilität. Allerdings wolle es „eher gediegen bewegt“ werden. Dann biete es dem Fahrer mit „gelungener Ausstattung und dem starken Fahrwerk ordentlich Fahrsicherheit“. Die Tester sehen das Bike „eher auf gemächliche Touren, denn auf hartes Gelände ausgelegt“.

Die Definition, was ruppig ist, liegt immer im Auge des jeweiligen Betrachters. Das kannst du im Bericht über unser R.X1000 Test im österreichischen Ötztal nachlesen.

Die Definition des passenden Geländes für das R.X1000 liegt im Ermessen des Betrachters. Auf alle Fälle ist es für Höhenmeter gemacht.

Eine Analyse der Motor-Getriebe-Einheit

In einem gesonderten Test einer Vorserieneinheit bescheinigt die Redaktion der MGU das Zeug, „den E-Bike-Markt aufzumischen“. Sie stellt die These auf, Pinion könne den „Heiligen Gral der E-Bike-Industrie“ gefunden haben. Für die neuartige Symbiose von Motor und Getriebe des schwäbischen Herstellers sprächen Fakten, wie die hohe Leistung (bis 85 Nm Drehmoment), Verschleißarmut oder Schalten im Stand. So schrieb Florentin Vesenbeckh vor dem Test der R.X1000 – Goethes Faust zitierend – bezüglich der MGU schlügen „zwei Seelen in der Brust“. Er lobte die hohe Systemintegration der Einheit, bemängelte dagegen etwa laute Antriebsgeräusche und eine „ungehobelte“ Kraftentfaltung. Allerdings sei die MGU „schon jetzt […] eine spannende Alternative“. Daher sei es nachvollziehbar, dass wir als Fahrradhersteller schnell an Bord gewesen seien. In der Tat sind wir seit einer sehr frühen Entwicklungsphase Anwendungspartner von Pinion. Positiv fällt den Testern der nun serienreifen MGU auf, dass durch eine Softwareanpassung der Motorschub optimiert wurde und das Aggregat geschmeidiger unterstützt. Auch schalte das Getriebe – wie in der Vorserienreihe – die Gänge fließend. Allein um die Bekräftigung, der Motor sei lauter als vergleichbare Produkte in diesem Unterstützungssegment der eAntriebe kommt Vesenbeckh nicht herum. Das „raue […] Motorengeräusch“ bemängele „jeder Fahrer“. Allerdings schränkt er das Manko ein: „In Summe sind die Nachteile des Systems eher subjektiver Natur, während die faktischen Vorteile klar auf dem Tisch liegen“, meint der Redakteur.

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Trägt die Spuren schwerer Arbeit nach der Tour mit Stolz: die kraftvolle ROTWILD IPU 1000 – bestehend aus Pinion MGU und 960 Wh-Akku.

Das Fazit

Nach dem Urteil der Tester punktet das R.X1000 vor allem bei den Themen Reichweite und Tourenkomfort. Bei ersterer gab es mit einer Zehn die volle Punktzahl. In Sachen angenehmer Praktikabilität auf der Langstrecke die Neun. Gemeinsam mit den Qualitäten des Bikes im Uphill verführt das Florentin Vesenbeckh zur Verwendung von drei Attributen: „unkompliziert“, „ausgewogen“ und „außergewöhnlich. Seine Eigenschaften machten das R.X1000 zu einem „ganz besonderen Touren Bike“. Es sei ein „sorgloses Arbeitstier in edlem Gewand.“ Das ist ein Blickwinkel, dessen Einnahme wir gerne teilen wollen. Ebenso wie die Ansicht des Redakteurs, dass für Fahrer, die sich für ein Bike mit einer Pinion MGU interessieren, die beste Entscheidungsgrundlage eine sprichwörtliche Test-Erfahrung ist.

Den vollständigen Testbericht liest du im aktuellen Heft der EMTB. Außerdem ist er auf der Onlineseite der Bike abrufbar.

Ob in den Alpen, im Hochschwarzwald oder im Spessart: das R.X1000 ist ein kräftiges All Mountainbike für die Touren, die Ausdauer brauchen.