E-Enduro Einsteiger Guide
Ist Enduro das Richtige für mich?
Wer sich unsicher ist, ob als neues Bike ein Enduro- oder ein All Mountain Bike infrage kommt, der sollte sich im Vorfeld über seine Motive und Bikevorlieben bewusst werden. Ein Endurobike ist genau das Richtige für Mountainbiker, die ...
- Spaß am Speed haben und gerne auf technischen Abfahrten unterwegs sind.
- mit ihrem Bike sehr raues, verblocktes oder steiles Gelände mit anspruchsvollen Wurzelpassagen und Steinfeldern befahren oder dies erlernen möchten.
- Freude an technischen Bikepassagen haben und sich gerne Herausforderungen wie Felsabsätzen, kleineren Sprüngen, steile Auf- u. Abfahrten stellen.
- auch anspruchsvollere Downhills flüssig und mit Speed befahren wollen.
- ihre Abfahrten sich gerne selbst „erstrampeln“ und für die Höhenmeter genauso zur Tour gehören wie die Tiefenmeter.
- im Gelände immer wieder neue Herausforderungen suchen und diese durch eine optimale Linienwahl meistern wollen.
Welche Ausrüstung brauche ich?
Das Bike
Protektoren & Co
Neben dem Rücken müssen auch Ellenbogen und Knie vor Verletzungen durch Stürze geschützt werden. Hierzu hat Jonathan einen Tipp aus der Praxis: "Ich bevorzuge Protektoren mit Schaumpolsterungen. Knieprotektoren mit Hartschalen können die Bewegungsfreiheit einschränken und es lässt sich mit ihnen auch nicht so gut den Berg hinauf pedalieren."
Fahrtechnik - das sollte man beherrschen
Das A und O ist eine solide Kontrolle des Bikes. Wie reagiert es bei Bremsmanövern, wann rutscht es, wie verhält es sich in der Kurve? Diese Basics übt man mit dem neuen Rad zunächst auf einfachen Trails. Zudem muss man stets in der Lage sein, seine Geschwindigkeit zu anzupassen. Auch dafür ist das Wissen über das Bremsverhalten des Bikes enorm hilfreich. Ebenso wichtig ist es, sein Bike auf verschiedenen Untergründen wie Steinpassagen, Wurzeln, lockerer und harter Erde zu beherrschen. Das Überfahren von Hindernissen und kleine Bunny Hops gehören ebenfalls ins Repertoire eines Enduro-Bikers.
Körperliche Fitness, eine gute Körperspannung und ausdauernde Oberschenkel sind wesentliche Voraussetzungen fürs Enduro- Biken. Denn beim Downhill fährt man nahezu permanent im Stehen und ohne kräftige Beinmuskulatur ist der Spaß nur von kurzer Dauer. Anfänger machen häufig den Fehler, dass sie auf längeren Enduro-Touren zu viel Energie schon im Uphill verbrauchen und dann völlig platt in den Downhill starten. Eine gute Grundlagenausdauer und ein cleveres Haushalten mit den körperlichen Reserven will also gelernt sein.
Wie kann ich meine Fahrtechnik verbessern?
- Speed auf dem Hometrail steigern: Wer besser werden will, muss auch mal am Limit fahren. Nur so bekommt man ein Gefühl dafür, wo die persönlichen Grenzen liegen und was man auf fremden Trails noch mitgehen kann, bevor es gefährlich wird.
- Technische Stellen auch mal einzeln trainieren: Wurzelteppiche, verblockte Passagen, Stufen, enge Kurven. Je öfter man diese Herausforderungen wiederholt, desto sicherer wird man sich fühlen.
- Linienwahl an unterschiedlichen Kurven variieren: Nur wenn man verschiedene Linien ausprobiert, kann man erkennen, was einen schneller macht und bei welcher Kurventechnik man sich sicherer fühlt.