15. März 2025

Der Fahrer im Mittelpunkt

Die Entwicklung des ROTWILD R.EXC

Das ROTWILD R.EXC ist weit mehr als nur ein schnelles Bike – es ist ein präzises Trail-Instrument, das sich flexibel an die vielfältigsten Anforderungen im Gelände anpassen lässt. Ein verstellbares Fahrwerk ermöglicht es dem Fahrer, sein Bike schnell und unkompliziert auf die jeweilige Strecke einzustellen. Im Mittelpunkt stehen dabei schnelle Anpassung und individuelles Tuning. „Das ist ein extrem wichtiger Punkt. Man muss sein Setup unterwegs schnell ändern können. Nach intensiver Testphase entstand ein System, das durch eine einfache Verstellung drei unterschiedliche Dämpferanlenkpunkte ermöglicht. Mit wenigen Handgriffen kannst du on the fly ein anderes Fahrverhalten erzeugen.“

Für Scheffer ist diese Vielseitigkeit ein zentraler Bestandteil der ROTWILD Philosophie: „Ein Sportgerät ist in erster Linie eine Funktionsmaschine und kein Design-Schnickschnack.“ Das Design des R.EXC ist ebenso durchdacht wie funktional. Das geradlinige Sitzrohr ermöglicht den Einsatz von Sattelstützen mit großem Hub und bietet Fahrern mit langen Beinen maximale Bewegungsfreiheit. „Wir sind überzeugt, dass Funktionalität immer über dem Design stehen sollte. Das zeigt sich besonders beim Sitzrohr des R.EXC: Es ist geradlinig und durchgängig gestaltet, um den Einsatz von Sattelstützen mit großem Hub zu ermöglichen,“ beschreibt Lutz Scheffer das Rahmendesign weiter. „Für mich ist das ein absolutes Muss. Gerade Fahrer mit langen Beinen brauchen maximale Bewegungsfreiheit. Geknickte Sitzrohre mögen optisch ansprechender wirken, aber sie schränken die Funktionalität ein.“

Der Motor: Power, Effizienz und Zukunftssicherheit

Der Motor des ROTWILD R.EXC unterlag ebenfalls genauester Betrachtung. Nach intensiven Tests fiel die Entscheidung auf den Shimano EP801, der sich durch Leistung, Zuverlässigkeit, geringes Gewicht und seine vielfältige Einstellbarkeit mittels E-Tune-App auszeichnet.

„Der Shimano-Motor hat uns überzeugt, weil er kompakt, leicht und mit 85 Newtonmetern Drehmoment allen Situationen gewachsen ist,“ erklärt Lutz Scheffer. „Gerade in steilen Anstiegen bringt er die nötige Power, ohne dabei an Effizienz einzubüßen.“ Parallel wurden in der Prototypenphase des Bikes auch Motoren von Brose und Bosch getestet. „Brose war traditionell ein starker Partner, und ihre Motoren hatten eine beeindruckende Charakteristik. Sie waren kräftig, auch bei niedrigen Drehzahlen, aber etwas zu voluminös für unser Rahmenkonzept,“ sagt Scheffer.

Bei Bosch hingegen fiel die vorgegebene Form der Batterie durch. „Für uns ist klar: Eine Batterie muss kompakt und sehr schnell herausnehmbar sein und dafür wollten wir unseren Quick Release verwenden,“ betont Scheffer. „Im Rennen dürfen die Teams einmal den Akku wechseln. Während manche Mechaniker im Höchsttempo dafür den Motor ausbauen müssen und gerne mal bis zu 25 Minuten für den Wechsel benötigen, geht das mit unserem Quick-Release-System schnell und unkompliziert – ohne Schlüssel oder kompliziertes Gefummel.“

Welcher Antrieb ist die perfekte Wahl für ein Konzept? Diese Frage begleitet uns immer wieder auf unserer anspruchsvollen Entwicklungsreise. Denn es ist entscheidend, dass wir den idealen Motor finden, der zum Charakter und den besonderen Eigenschaften eines Bikes passt. Dafür testen wir verschiedene Motorenkonzepte. Beim R.EXC fiel die Entscheidung auf den Shimano EP801 Motor – leistungsstark und im Weltcup-Einsatz bewährt

Welcher Antrieb ist die perfekte Wahl für ein Konzept? Diese Frage begleitet uns immer wieder auf unserer anspruchsvollen Entwicklungsreise. Denn es ist entscheidend, dass wir den idealen Motor finden, der zum Charakter und den besonderen Eigenschaften eines Bikes passt. Dafür testen wir verschiedene Motorenkonzepte. Beim R.EXC fiel die Entscheidung auf den Shimano EP801 Motor – leistungsstark und im Weltcup-Einsatz bewährt

Die Entscheidung für Shimano hat sich bewährt: „Viele Top-Fahrer setzen auf diesen Motor, und das mit großem Erfolg. Es war definitiv die richtige Wahl,“ fasst Scheffer zusammen.

Praxisorientierte Entwicklung: Feedback von einer Legende

Lutz Scheffer steht aber nicht allein hinter der Entwicklung. Einer der ersten Tester war Ex-Downhill-Weltcupfahrer Claudio Caluori. Der Schweizer hat das R.EXC von den ersten Prototypen an begleitet und seinen Charakter maßgeblich mitgeprägt. „Da war ich super froh, dass Claudio gleich vom ersten Moment gespürt hat: Wow, das fährt einfach mega geil, das zieht sauber ab in den Sprüngen, genauso, wie so ein Race-Bolide funktionieren muss,“ erinnert sich Lutz Scheffer.

Praxisnahe Expertise durch professionelles Feedback: Claudio Caluori, eng mit dem Rennsport verbunden und wichtiges Mitglied im Engineering-Team, bringt unseren Prototypen an die Grenzen. Den ersten Fahrversuchsträger hat er selbst fahrfertig gemacht.

Claudio Caluori ist nicht nur ein erfahrener Tester, sondern auch bekannt für sein sensibles Gespür für Bikes. „Claudio testet bis zum Limit. Er schraubt hier, justiert da, geht mehr in die eine oder andere Richtung,“ beschreibt Scheffer die Zusammenarbeit. Dabei kommt es nicht nur auf technische Daten an: „Man muss sagen, es ist viel Gefühl dabei. Das kannst du nicht mit Zahlen hinterlegen. Es muss sich einfach sofort gut anfühlen.“
Dieses Fingerspitzengefühl war essenziell, um das R.EXC zur Perfektion zu bringen. „Ein normaler Fahrer merkt vielleicht erst, wenn etwas 20 Prozent besser oder schlechter ist, weil ihm die Referenz fehlt,“ erklärt Scheffer. „So gute Fahrer wie Claudio spüren auf Anhieb, ob etwas drei, vier oder fünf Prozent besser ist. Er hat ein extrem feines Gespür, er spürt jede Nuance.“
Die Zusammenarbeit zwischen ROTWILD und Claudio Caluori zeigt, wie wichtig die richtige Kombination von Entwicklung und Praxis ist. „Ein Bike wie das ROTWILD R.EXC entsteht nicht im Labor allein,“ sagt Scheffer. „Es braucht Leute wie Claudio, die ein unglaublich sensibles Gespür für Fahrverhalten haben.“
Dank dieser Partnerschaft konnte das R.EXC bis ins letzte Detail abgestimmt werden – vom Federweg bis hin zur perfekten Balance zwischen Stabilität und Agilität. „Für uns ist das R.EXC ein Meilenstein,“ fasst Scheffer zusammen. „Es zeigt, dass man keine Kompromisse eingehen muss, wenn man sich der Perfektion verschreibt.“