Winterbiken: Vorteile für die Gesundheit und Fitness

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Sobald die Temperaturen fallen, verkriechen sich viele Mountainbiker und kämpfen während der dunklen Wintermonate eher mit ihrem inneren Schweinehund als mit Schnee und Kälte. Wer die warme Couch hinter sich lässt und sich motivieren kann, der kalten Witterung zu trotzen, wird feststellen, dass Wintertraining dem Körper und Geist viele Vorteile bringt.

Mit diesem Artikel starten wir unsere Serie zum Winterbiken, in der wir in den kommenden Wochen viele nützliche Informationen für das Radfahren im Winter zusammenstellen. Von der richtigen Radbekleidung über Tipps zur Bike-Anpassung und Pflege bis zur Vorbereitung und Planung von Biketouren in der kalten Jahreszeit.

5 positive Effekte des Wintertrainings

1. Stärkung des körpereigenen Immunsystems

Gerade in der kalten Jahreszeit machen Bakterien und Viren die Runde. Nur wenige von uns entkommen einer Erkältung oder gar Grippe. Winterbiken hilft, die Symptome einer Erkrankung abzuwehren und reduziert merklich die Wahrscheinlichkeit, überhaupt betroffen zu sein. Das Immunsystem arbeitet härter und ist besser darauf vorbereitet. 

Runter von der Couch: winterliche Bedingungen sollten kein Hindernis sein, draußen eine Runde Biken zu gehen. Foto: Christoph Bayer

2. Kräftigung des Herz-Kreislauf-Systems

Wer bei winterlicher Witterung mit dem Bike im Freien unterwegs ist, der belastet den Organismus durch das Einatmen der kalten Luft stärker. Das Herz-Kreislauf-System muss zusätzlich seinen internen Heizkörper aktivieren und erhöht so den Blutfluss und die Durchblutung aller Arterien und Venen. Das Herz muss somit mehr arbeiten, um das Blut durch die Muskulatur zu pumpen und so trägt Wintertraining nachhaltig zur Erhaltung und Verbesserung der Herzgesundheit und Leistungsfähigkeit bei.

3. Gesteigerte Kalorienverbrennung

Die kalte Witterung treibt mit jeder körperlichen Belastung den Kalorienverbrauch in die Höhe, denn um die Körperkerntemperatur zu erhalten, braucht der Körper mehr Energie. Dafür läuft der Stoffwechsel auf Hochtouren und verbrennt wesentlich mehr Kalorien als bei selber Belastung im Sommer.

4. Verbesserung des Fettstoffwechsels

Damit die Körperkerntemperatur bei Kälte stabil bleibt, wird auch die Durchblutung der Extremitäten gesteigert. Dafür benötigt der Körper viel Energie. Diese Energiegewinnung erfolgt vor allem durch Fettverbrennung von muskelnahen Fettdepots. Das fördert den wichtigen Fettstoffwechsel für unsere Grundlagenausdauer. Auch ein Grund, warum das Wintertraining überwiegend bei niedriger Intensität stattfinden sollte. Mehr Tipps zur Verbesserung des Fettstoffwechsels gibt es in diesem Artikel.

Winterliche Wetterverhältnisse sind zwar eine zusätzliche Herausforderung an die Fahrtechnik, lassen sich aber zur Verbesserung der eigenen Fertigkeiten wunderbar nutzen. Foto: Christoph Bayer

5. Exzellentes Mentaltraining für Wohlbefinden und Psyche

Gerade wenn es im Winter dunkel und trüb ist, fühlt man sich eher niedergeschlagen und unmotiviert. In der Psychologie heißt das Winterblues oder saisonale affektive Störung (SAD). Ursächlich sind unter anderem die kürzeren Tage, wodurch Körper und Geist nicht genug Licht bekommt und zu wenig Endorphine produziert. Körperliche Aktivität steigert zu jeder Jahreszeit die Gesundheit und das Wohlbefinden im Winter mit tief greifenden Wirkungen. Die Bewegung an der kalten, frischen Luft erhöht den Endorphinspiegel und sorgt für eine Produktion von Vitamin-D in unseren Körperzellen. Biken im Winter unter erschwerten Bedingungen verbessert die mentale Stärke und Widerstandsfähigkeit. Davon profitiert man auch im Sommer, denn Regenfahrten, Gegenwind oder härtere Anstiege werden zukünftig weniger unangenehm empfunden.

Zusätzliche Vorteile

  • Verbesserung von Koordination und Fahrtechnik durch schlechtere Streckenverhältnisse mit rutschigen Straßen und schneebedeckten, unebenen Wegen.
  • Das Anzapfen von Körperreserven während des Trainings in der Kälte senkt den Ruhepuls und verbessert den Ruhestoffwechsel.
  • Ruhe und einsame Winterlandschaften auf sonst hoch frequentierten Routen.
  • Fit für den Frühling: Vollgas geben, während andere noch ihren Winterspeck verbrennen müssen.

Diese positiven Effekte sollten überzeugend genug sein, das Bike nicht im Keller einzumotten sondern auch bei Kälte, Schnee und miesem Wetter in die Pedale zu treten. Denn wer die Vorteile des Winterbikes nutzt, wird zum Start in die MTB-Saison allen Couch-Potatoes weit voraus sein.

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