Winterbiken: Tipps zur Bikeanpassung und nützliche Life-Hacks

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Wer auch in der kalten, dunklen Jahreszeit mit dem Mountainbike auf Tour geht, muss entsprechend gewappnet sein. Mit diesen Tipps wird der winterliche Ausflug ins Gelände zu einem gelungenen Outdoor-Erlebnis.

In unserer Mini-Serie zum Mountainbiken im Winter haben wir bisher die Vorteile des Winterbikes für die Gesundheit erklärt und Tipps zur Bikebekleidung und der richtigen Tourenplanung verraten. Nun folgt Teil vier mit Infos zur optimalen Bikeanpassung und nützlichen Praxistipps der ROTWILD Kollegen Jonathan Zimmermann und Stephan Koch

7 Life-Hacks für das Biken im Winter

1. Dämpfer anpassen

Durch kältere Temperaturen verändern sich diverse Parameter am Rad. Das Öl in der Federgabel und dem Dämpfer wird zähflüssiger. Dadurch ändert sich die Performance des Fahrwerks. Für ein optimal abgestimmtes Fahrwerk muss der Rebound für den Wintereinsatz weiter geöffnet werden.

2. Richtige Reifenwahl

Ähnlich wie beim Auto sollte man auch beim Mountainbike die Bereifung für den Wintereinsatz anpassen. Es müssen nicht gleich Spikes sein, die es in vielen Varianten gibt. Wer im Sommer mit einem Race- oder Cross-Country Reifen unterwegs ist, kann sein Bike für den Winter mit gröber profilierten Mänteln aus dem Enduro- oder Gravity-Segment ausstatten.

Was für alle Reifen gilt: Die Gummimischung verhärtet bei kalten Temperaturen. Dadurch nimmt der Grip des Reifens ab. Um den Bodenkontakt zu verbessern, lässt man etwas Luft aus den Reifen und passt den Luftdruck an die winterlichen Witterungsverhältnisse an.

Der Reifendruck beeinflusst das Fahrverhalten beim Mountainbiken auf unterschiedliche Art und Weise. Es lohnt sich also, mit dem Luftdruck im Reifen zu experimentieren. Foto: Christoph Bayer

3. Mudguards montieren

Kurze Schutzbleche oder Mudguards machen gerade im Winter Sinn. Am Vorderrad sorgen sie dafür, dass weniger Schnee, Eis oder Matsch an der Federgabel und im Gesicht landen. Ein Mudguard an der Kettenstrebe schütz den Umwerfer vor dem gröbsten Dreck und mit einem kleinen Schutzblech am Sattel bleibt auch der Allerwerteste und der Rücken einigermaßen trocken und sauber.

4. Sicherheit

Wintertage sind kurz. Damit man in der Dämmerung gut gesehen wird, ist helle Kleidung mit Reflektorstreifen sinnvoll. Auch der Bikerucksack sollte mit Reflektoren versehen sein.

5. Beleuchtung

Ein gutes Front- und Hecklicht gehören bei MTB Wintertouren in jedem Fall ans Rad oder in den Rucksack. Die Frontlampe sollte den Trail möglichst gleichmäßig und flächig ausleuchten. Lampen, die am Helm montiert werden, leuchten das Blickfeld optimal aus, denn das Licht fällt immer genau dorthin, wo man hinschaut. Frontlichter am Lenker haben den Vorteil, dass durch den flacheren und längeren Lichtkegel Unebenheiten im Weg oder Hindernisse wie Wurzeln und Stufen besser sichtbar werden.

Die Möglichkeiten sein E-MTB mit Lichtanlagen auszurüsten sind vielfältig. Dabei wird die passende Lampe vom tatsächlichen Einsatzzweck bestimmt. Foto: Christoph Bayer

6. Bikepflege

Nach jeder Ausfahrt sollte die Kette gereinigt und mit einem für die Winterbedingungen geeigneten Kettenöl behandelt werden. Dies ist besonders wichtig, wenn die Wintertour auch über Wege und Straßen führt, auf denen Streusalz ausgebracht wurde. Dann müssen zusätzlich das ganze Rad gründlich gereinigt und alle beweglichen Teile mit den entsprechenden Schmiermitteln nachbehandelt werden. Wie das im Detail professionell erledigt, verrät ROTWILD Service-Profi Danny Herz in seinen Tipps für eine schnelle oder intensive Bikepflege

Im Winter gehört das Reinigen der Kette vor dem anschließenden Ölen zur richtigen Pflege, um eventuelle Salzrückstände oder andere Verschmutzungen zu entfernen. Dafür eignet sich z.B. der E-Bike Antriebsreiniger von Tunap

7. Akku-Pflege

Niedrige Temperaturen wirken sich negativ auf die elektrochemischen Prozesse im Akku aus. Das kann zu einer geringeren Reichweite führen und muss bereits bei der Tourenplanung bedacht werden. Bevor der kalte Akku nach der Fahrt ans Ladegerät angeschlossen wird, sollte er etwa eine halbe Stunde in der Wohnung lagern. Das schont die Zellen und verlängert die Lebensdauer.

Alle Tipps zur richtigen Akkupflege haben wir hier zusammengefasst.  

Kraftpaket und Mimose – der Fahrrad-Akku hat schon ein einzigartiges Wesen. Und er verlangt deshalb auch eine besondere Behandlung. Foto: Christoph Bayer

Was sonst noch nützlich ist

  • Eine wasserdichte Hülle fürs Handy, in der auch Geld und der Ausweis trocken verstaut werden können
  • Heat-Pads, mit denen man bei längeren Touren in Pausen kühle Hände oder Füße wieder erwärmen kann.
  • Ein Open-Face-Helm, der seitlich und hinten tiefer geschnitten ist, schützt den Kopf in der kalten Jahreszeit besser als ein Race-Helm. Wenn es besonders frostig ist, wärmt eine Helmmütze zusätzlich.

Was darf im Auto nicht fehlen?

Biker, die ihre Tour nicht gleich von daheim starten können und deshalb mit dem Auto zum Start fahren, sollten folgende Utensilien einpacken:

  • Wechselkleidung für eine trockene Heimfahrt: Mindestens ein T-Shirt, einen dicken Pulli, ein Paar frische Socken und trockene Schuhe.
  • Eine Thermoskanne mit heißem Tee. So kommt der Körper rasch wieder auf Temperatur.
  • Eine große Plastiktasche oder einen großen, stabilen Müllsack für die schmutzigen Klamotten.
  • Schutzbezüge für die Autositze (falls man sich nicht vor der Rückfahrt umzieht oder die Wechselsachen vergessen hat).
  • Eine Gummifußmatte, damit man sich trockenen Fußes auf dem Parkplatz umziehen kann.
  • Wer sein Bike im Auto transportiert, packt eine große Plane ein, die man im Kofferraum ausbreitet. So saut das Bike nicht den Innenraum ein. Der Profi besorgt sich eine Bike-Bag wie zum Beispiel das Evoc Bike Cover

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