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Touren-Tipps im Fichtelgebirge: Freeriden und noch viel mehr…

Der Schneeberg ragt mit über 1.051 Metern in den Himmel, schroffe Felswände sind nicht zu sehen. Aus dem von Bäumen bedeckten Gebirgsmassiv sticht jedoch ein alter Fernmeldeturm empor, ein Überbleibsel aus dem „Kalten Krieg“ zwischen den Westmächten und dem Ostblock. Diese Zeiten sind zum Glück längst vorbei. Der höchste Berg des Fichtelgebirges lockt nun vor allem Biker an. Die können sich rund um den Schneeberg ganz friedlich auf zwei Stollenrädern austoben. Das Mittelgebirge erstreckt sich im Nordosten Bayerns auf einer Fläche von 1.600 Quadratkilometern und ist mit seinen Tälern und Wäldern, Bergen und Seen ein echter Hotspot für Mountainbiker.       

Durch den Steinwald

Am Wanderparkplatz beim Marktredwitzer Haus in Waldershof startet die Tour. Von dort steuern wir die Burgruine Weißenstein und die imposanten Felstürme im Steinwald an, fahren über die sogenannte Platte (946 m) und nehmen die Abfahrt nach Pfaben am Waldhaus vorbei. Granitfelsen stapeln sich immer wieder am Wegesrand, dazu ein schöner Trail. Kurz vor Pfaben biegen wir bei einem Gasthaus rechts ab und folgen einer Teerstraße. Die wird zu einem Schotterweg, der uns auf den nächsten Trail führt. Wir radeln auf einem Radweg Richtung Kronau und Erbendorf. In Grötschenreuth geht’s bergauf zu einem Wanderparkplatz und Trail am Specksteinbruch. Wir überqueren eine Straße, biegen links in einen Kiesweg und kurz darauf rechts auf einen Waldweg ab. In Siegritz strampeln wir nach der Kapelle Richtung Friedenfels und Burgenweg. Nun wartet noch ein anspruchsvoller Trail auf uns, ehe wir wieder in Waldershof sind und uns eine verdiente Pause im schönen Marktredwitzer Haus gönnen.  

Anspruch: Schöne und abwechslungsreiche Tour

Spaßfaktor: Nette Trails und imposante Felstürme

Länge: 31 Kilometer

Info: www.fichtelgebirge.net

 

Tolle Ausblicke und Felsen

In Fichtelberg, einem kleinen Ort im Fichtelgebirge, rollen wir los. Vom Automobilmuseum geht es auf Forstwegen Richtung „Hohe Matze“ – an dem 813 Meter hohen Gipfel türmen sich ovale Granitfelsen auf. Schmale, steile Anstiege fordern Bike und Biker gleich zu Beginn heraus. Die Abfahrt wird durch einen recht kurzen, aber feinen Trail versüßt, der uns direkt nach Tröstau führt. Über Fahrenbach und an einem Golfplatz vorbei gelangen wir wieder in den Tröstauer Forst und erklimmen die Kösseine. 939 Meter misst dieses Bergmassiv, das ebenfalls aus Granitfelsen besteht und auf dem ein Aussichtsturm gebaut wurde – perfekt für eine Pause. Über Luisenburg geht es auf Forstwegen weiter nach Bad Alexandersbad, Ebnath, Grünberg und rauf nach Ölbrunn. Weitere kleine und verträumte Ortschaften folgen – Plössberg, Ahornberg und Poppenberg. Die Schlussetappe führt uns zum Bayreuther Haus. Von dort sind es nur noch ein paar Kilometer bis zum Ausgangspunkt.   

Anspruch: Viel Ausdauer und viele Höhenmeter

Spaßfaktor: Eine Tour für Kilometerfresser und Genießer

Länge: 68 Kilometer

Info: www.tz-fichtelgebirge.de

 

Am Ochsenkopf abheben

Im Fichtelgebirge kommen auch Freerider voll und ganz auf ihre Kosten. Ein echtes Highlight versteckt sich am Ochsenkopf, dem zweithöchsten Gipfel (1.024 m) dieses Mittelgebirges. Von dort schlängelt sich ein fast 2,5 Kilometer langer Trail ins Tal hinab, der einem alles bietet und abverlangt. Die Strecke führt von der Bergstation auf 1.012 Meter Höhe zur Talstation Süd in Warmensteinach/Fleckl. 250 Höhenmeter werden dabei geschluckt. Die Freeride-Piste ist für jedes Biker-Level geeignet. Denn fahrtechnisch schwierige Passagen sind mit einer Umfahrungsmöglichkeit, also sogenannten „Chicken Ways“,  angelegt. Ansonsten fordern einen Fels-, Wurzel- und Steinpassagen heraus. Dazu kommen Sprünge, verschiedene Drops und einige Northshore-Elemente, die in die wechselnden Steil- und Flachpassagen eingebaut sind. Außerdem hat dieser Trail einen schönen Flow: Technisch anspruchsvolle  Abschnitte sind gepaart mit schnellen und flüssigen Passagen. Der Untergrund ist oft sehr felsig und steinig und erfordert hohe Aufmerksamkeit! Für Einsteiger gibt es auf dem letzten Abschnitt der Gesamtstrecke im Bereich der Talstation Süd eine Übungsstrecke. Einen Vollvisierhelm und Protektoren sollte man bei diesem Freeride-Erlebnis nicht vergessen.

Anspruch: Trail für Profis und Einsteiger

Spaßfaktor: Einfach abheben!

Länge: 2,4 Kilometer

Info: www.fichtlride.de

 

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