ROTWILD Insights: Maud von Hoff – Brand Management, Head of Marketing und Sales

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Maud von Hoff arbeitet seit 2015 bei ADP Engineering, wo sie als ROTWILD Brand Managerin für die Ausrichtung und Entwicklung der Marke verantwortlich ist. Zudem leitet sie das Marketing und den Vertrieb. Wie sich die unterschiedlichen Aufgaben in diesen drei Bereichen sinnvoll ergänzen und zusammenspielen, verrät sie uns in diesem ROTWILD Insights Interview.

Wie bist du zu ROTWILD gekommen?

Ich habe unseren Geschäftsführer Peter Schlitt während meiner Zeit bei der Messe München kennengelernt und wir haben uns in der Folge öfters mal zum Thema Marke ausgetauscht. Das Potenzial von ROTWILD hat mich fasziniert und irgendwann hat er mich gefragt, ob ich nicht bei ROTWILD das Brand Management aufbauen möchte. Eine spannende Aufgabe, da wir dasselbe ganzheitliche Markenverständnis haben. Nach einer kleinen Bedenkzeit habe ich dann zugesagt.

Wegbereiter für das sportive E-MTB: Als ROTWILD Brand Managerin definiert Maud von Hoff die Markenziele.

Was sind die besonderen Herausforderungen im Brand Management?

Die Wünsche und Anforderungen aller Bereiche - vom Produktmanagement bis zum Vertrieb - unter einen Hut zu bringen, nämlich den der Marke. Hier sind immer wieder Anpassungen und Kompromisse nötig. Über allem steht das Ziel, den ROTWILD Kunden den besten Produktnutzen bzw. das beste Markenerlebnis zu bieten.

Mit welchen Kollegen arbeitest du als Brand Managerin besonders eng zusammen?

Grundsätzlich arbeite ich mit allen Abteilungen zusammen. Die Marke und ihre Werte spiegeln sich ja in allen Bereichen wider und die Arbeit aller Abteilungen hat unmittelbaren Einfluss auf die Marke. Dabei erfolgt die strategische Ausrichtung in enger Zusammenarbeit mit Peter Schlitt. Mit dem Marketing, Vertrieb und Service ist die Zusammenarbeit ebenfalls sehr eng, hier ist der Einfluss auf die Marke wohl am höchsten. Die Kollegen stehen im direkten Kontakt mit unseren Fachhändlern und Endkunden. Daneben findet selbstverständlich auch ein stetiger Austausch mit dem Produktmanagement statt, da die Marke die Produkt- und Portfoliostrategie ebenso prägt.

Die strategische Ausrichtung der Markes spiegelt sich in allen Abteilungen wieder. Besonders eng ist dabei die Zusammenarbeit mit Geschäftsführer Peter Schlitt – auch bei Diskussionen um künftige Farbgebungen.

Neben dem Brand Management leitest du auch den Vertrieb. Was genau ist dort deine Aufgabe?

Die Koordination sämtlicher vertrieblicher Aktivitäten, allem voran die strategische Ausrichtung des Vertriebs. Ich verantworte die Umsatzzahlen, definiere, kontrolliere und werte die Kennzahlen aus, die wir im Team generieren. Zudem bin ich jederzeit Ansprechpartner für unsere Fachhändler, vor allem wenn es irgendwo „brennt“. Auch operativ versuche ich, das Team zu unterstützen, wo und wann es geht.

Mit welchen Kollegen arbeitest du hierbei besonders eng zusammen?

In erster Linie natürlich mit den Kollegen vom Innendienst, also Markus Herr, Detlef Schlehenstein und David Nadler, und unseren Außendienstlern Danny Herz, Friedrich Kaliciak und Stephan Koch. Darüber hinaus gibt es regelmäßig Abstimmungsbedarf mit dem Versand, also Ralf Seidler und Markus Hirsch, und mit den Service Kollegen Max Jenschke, Fedor Shipulin und Renee Wellenberger. Last but not least mit Jonathan Zimmermann aus dem Marketing, er versorgt unsere Händler mit einer Vielzahl digitaler Informationen.

Enge Abstimmungen mit allen Abteilungen sind fester Bestandteil des Brand Managements, so wie hier mit Renee Wellenberger aus dem Service Team.

Was ist deine Vision für ROTWILD im Hinblick auf die kommenden fünf Jahre?

Mein Ziel ist es, dass wir uns neben dem Produkt auch in vielen weiteren Bereichen zur Benchmark entwickeln. Persönlich sind mir dabei die Kundenzufriedenheit und damit einhergehend der Service sehr wichtig.

Welche Qualifikationen sollte man als Mitarbeiter im Brand Management mitbringen?

Erst einmal sollte man "Marke" verstehen. Eine Marke ist mehr als ein Produkt, Logo oder Marketing, sie ist ein Versprechen. Leidenschaft und Motivation sollten einen antreiben, das Versprechen auch bei widrigen Umständen nicht aus den Augen zu verlieren, Entschlossenheit und Ausdauer führen dann zum Ziel.

Hast du Tipps für jemanden, der gerne in der Bike-Branche arbeiten will?

Tipps zu geben, ist allgemein schwierig. Man sollte auf jeden Fall eine entsprechende Flexibilität und Professionalität mitbringen. Interesse an der Materie schadet natürlich auch nicht.

Die Corona-Krise wirkt sich ja auch auf deine Arbeit bei ROTWILD aus. Inwiefern hat sich deine Tätigkeit seither verändert?

Inzwischen ist fast alles wieder beim Alten. In den verschiedenen Positionen, die ich innehabe, wechseln die Tätigkeiten ohnehin fortlaufend und unterliegen klaren Zeitschienen, egal ob Verhandlungen über Konditionen oder das Erstellen von Händlerunterlagen und Katalogen. Da kommt man nicht aus, wie es so schön heißt, neue Herausforderungen kommen dabei einfach on top. Viele meiner Aufgaben lassen sich Gott sei Dank relativ autark im Homeoffice erledigen, sodass es hier keine weiteren Einschränkungen gab. Videokonferenzen haben geholfen, die Nähe zu den Kollegen und den Teamgeist zu wahren.

Was waren die größten Herausforderungen für ROTWILD nachdem der Corona-Lockdown wirksam wurde?

Die Kommunikation mit Kunden – sowohl Fachhändlern als auch Endkunden. Was darf wer unter welchen Umständen leisten. In den meisten Bundesländern war der Verkauf untersagt, der Service jedoch weiter möglich. Hier war zum Beispiel bei der Anlieferung der Bikes eine enge Abstimmung mit unseren Fachhändlern gefragt. Hinzu kam, dass sich Lieferzeiten aus verschiedenen Gründen, wie Personalausfälle bei Logistikern oder eingeschränkte Öffnungszeiten, extrem in die Länge gezogen haben. Da war das Verständnis bei wartenden (End-)Kunden nicht immer sehr groß und der Informationsfluss besonders wichtig.

Zu deinen persönlichen Bike-Vorlieben: Downhill oder Uphill?

Beides. Allgemein überprüfe ich gerne meine Grenzen und verschiebe sie, wenn möglich. Beim Uphill die Konditionellen, beim Downhill die Psychologischen. Davon abgesehen: Gehört das nicht zusammen - erst die Arbeit, dann das Vergnügen?

Fully oder Hardtail?

Sowohl als auch. Mit steigendem Alter tendiere ich mehr und mehr zum Fully. ;-)

E-Bike oder konventionell?

Noch konventionell, wobei für mich die neuen R.375er Modelle in diesem Jahr sicher ein Versuch wert sind.

Das R.X375 steht stellvertretend für die neue ROTWILD Aggressive Series, an deren Ausrichtung Maud von Hoff als Brandmanagerin maßgeblichen Anteil hatte.

Dein Lieblingsbike aus der ROTWILD Kollektion?

Das R.X2. Letztlich liebe ich aber auch mein altes R.R2 HT.

Warum?

Beide haben auch ohne Motor einen super Vortrieb und fahren quasi von alleine. ;-)

Wie viele Kilometer sitzt du pro Jahr im Sattel?

Definitiv zu wenige. Die alltäglichen Aufgaben und Herausforderungen nehmen leider viel Zeit in Anspruch.

Hast du ein Lieblingsrevier zum Biken?

Die Provence hat es mir im letzten Jahr sehr angetan. Eine traumhafte Gegend gepaart mit den unterschiedlichsten Strecken und Anforderungen für jede Stimmung und Tagesverfassung. Ansonsten bin ich auch gerne im Alpenvorland unterwegs, ich wohne in München.

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