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Rotwild Insights: Danny Herz – Vertrieb, Tech & Team Support

Danny Herz hat einen der abwechslungsreichsten Jobs bei ROTWILD. Neben dem Vertrieb für Österreich kümmert er sich dort auch um den technischen Support und unterstützt das Headquarter bei der Betreuung des AMG ROTWILD Teams und der Factory Rider.

Der ehemalige BMX-Fahrer ist seit 1994 in der Bike-Branche tätig. Als gelernter Industriemechaniker kann er so Hobby und Beruf perfekt verbinden. Auf dem BMX-Bike sieht man den heute 44-Jährigen allerdings nicht mehr, aber die Bikeparks in seiner österreichischen Heimat macht er nach wie vor unsicher.

Foto: Ole Wittrock

Wie bist du zu ROTWILD gekommen?

1996 arbeitete ich noch bei RooX und lernte dort Peter Schlitt, den Gründer von ROTWILD und heutigen CEO, kennen. Peter war auf der Suche nach Komponenten für die ersten ROTWILD-Testbikes. In meinem Büro stand ein Dual-Slalom-Bike, mit dem ich damals Rennen gefahren bin. Als Peter es sah, meinte er: „Das kann man besser machen“ und baute mir einen Dual-Slalom-Rahmen. Das war die Geburt des ROTWILD RDS 01, und zusammen mit Stefan Hermann wurde ich der erste Teamfahrer bei ROTWILD.

Da wir bei RooX auch eine Vertriebsstruktur hatten, übernahmen wir 1997 den ROTWILD-Vertrieb für Deutschland und Österreich. Ich kann mich noch gut an die allererste Lieferung von 20 Rahmen erinnern. Da musste ich noch ein Loch für das vordere Umwerferseil bohren, welches man vergessen hatte – “real Handmade“.

Als ich mich dann im Jahr 2000 von RooX trennte, bot mir Peter Schlitt an, den Vertrieb für Österreich und die Koordination des Rennteams zu übernehmen. Das war perfekt und genau das, was ich immer machen wollte!

Wie groß ist das Vertriebsteam bei ROTWILD, und mit wem arbeitest du eng zusammen?

Im Vertriebs-Innendienst sind es aktuell Daniela, Nicolas, Detlef und Markus. Detlef macht aber auch einen Teil Außendienst und ist mit meinen österreichischen Händlern sehr vertraut und äußerst beliebt, weil er Dialekt versteht ☺!

Im Außendienst arbeiten noch Fidi und Stephan. Mit Stephan organisiere ich viele Events und Schulungen in Deutschland und Österreic, da ergänzen wir uns sehr gut.

Wenn es um das AMG ROTWILD-Team und die Factory Rider geht, arbeite ich eng mit Ole Wittrock aus dem Headquarter in Dieburg zusammen, der dort für das Marketing zuständig ist. Meist sind wir dann auch gemeinsam auf Events und Rennen. Das nennen wir dann intern „Marketing und Technik ist unterwegs“. Das funktioniert immer reibungslos. Ole macht auch die coolen Bilder für Social Media. Für mich ist er einer der besten Fotografen!

Wie sieht dein beruflicher Alltag im Vertrieb aus?

Der Tag beginnt meist gegen 6 Uhr bei einem Skype-Kaffee mit meinem Vertriebskollegen Detlef Schlehenstein. Wir stimmen uns über die Lagerbestände und die nächsten Aufträge ab. Dann werden Mails beantwortet und Telefonate mit Händler und Kunden über technische Fragen, Events und Aufträge entgegen genommen. Zwischendurch brauche ich auch mal Werkzeug in den Händen und gehe in die Werkstatt, wo ich den Service für Test- und Messe-Bikes erledige oder Räder fürs AMG ROTWILD-Team aufbaue.

Hinzu kommen viele Events, Messen und Termine bei Händlern oder Meetings im ROTWILD-Headquarter in Dieburg. Besondere Abwechslung bieten die Events mit unserem Kooperationspartner AMG. Dabei kommt es schon mal vor, dass ich auf der Rennstrecke von Abu Dhabi ein paar Runden mit dem AMG SLS 63 fahren darf, während die AMG-Kunden unsere ROTWILD AMG-Bikes testen.

Aufbau und Setup der AMG ROTWILD Team-Bikes nehmen viel Zeit in Anspruch. Foto: Ole Wittrock

Was war die bisher größte Herausforderung in deinem Job?

Die nervenaufreibendsten Herausforderungen musste ich in meinen zehn Jahren als Mechaniker beim Downhill und 4X Worldcup meistern: Lange Anreisen, schlechtes Wetter, Prototypen-Teile von allen Materialsponsoren, Zeitmangel und ständige Improvisationen. Jeder, der denkt, er sei ein Schraubergott, sollte einmal an einem solchen Rennwochenende arbeiten. Für mich waren die ersten beiden Jahre die Hölle, und ich musste eingestehen, dass ich noch sehr viel zu lernen hatte. Aber durch den Spirit und Hilfsbereitschaft unter den Weltcup-Mechanikern wurde es immer besser, und wir pushten uns von Rennen zu Rennen. Als Belohnung gab es dann auch tolle Erfolge. Der Größte war sicher der Vize-Weltmeister-Titel 2004 von Mickael Deldycke in Frankreich. Wir sind mit Tränen zusammen den Berg runter gekugelt. Endlich hatte alles geklappt!

Welche Qualifikationen sollte man als Mitarbeiter im Vertrieb bei ROTWILD mitbringen?

Wir sagen immer „situationselastisch“ bleiben. Das sagt eigentlich schon alles!

Was ist das Reizvolle an deinem Job?

Auf alle Fälle die Abwechslung und die ständigen Neuheiten und Änderungen. Zudem ist es schon lustig, wenn man vor Jahrzehnten mit BMX-Fahrern aus der ganzen Welt Rennen gefahren ist und man sich jetzt auf Messen trifft und geschäftlich miteinander zu tun hat.

Hast du Tipps für jemanden, der auch gerne in der Bike-Branche arbeiten will?

Natürlich muss man eine Leidenschaft fürs Biken mitbringen. Such dir einen Bereich, in dem du stark bist und den man mit der Branche verbinden kann. Aber verabschiede dich gleich mal von einem 7-bis-16 Uhr-Tag und vielen freien Wochenenden. Für mich ist es das aber wert, denn ich kann in der coolsten Branche der Welt arbeiten!

Mit den ROTWILD Händlern entstehen freundschaftliche Beziehungen. Foto: Ole Wittrock

Zu deinen Bike-Vorlieben: Downhill oder Uphill?

DOWNHILL!!! Für Uphill gibt es einen Lift und E-Bikes.

 

Fully oder Hardtail?

Ganz klar Fully!

 

E-Bike oder konventionell?

So skeptisch ich in den ersten Jahren war – ein E-Bike ist einfach lässig!

Welches ist dein Lieblings-Bike aus der ROTWILD-Palette?

Emotional sind es meist die „Classic Modelle“, die eine Geschichte haben, wie das RDH 04 Pull Shock, welches wir einige Jahre im Weltcup einsetzten und mit dem Stefan Kudella Deutscher Meister wurde. Das Bike war damals durch den Dämpfer und den tiefen Schwerpunkt seiner Zeit weit voraus. Mir und dem Engineering hat es allerdings auch viele schlaflose Nächte beschert. Als es dann endlich perfekt war, hat Rock Shox die Produktion der Spezial-Dämpfer leider eingestellt. Das war bitter. 
Aus der aktuellen Modellreihe ist mein Favorit ganz klar das R.X+.

Wie viele Kilometer sitzt du pro Jahr im Sattel?

Im Bikepark sitzt man ja nicht und Kilometer zähle ich da auch nicht. In meiner Mercedes V-Klasse komme ich auf  60.000. Zählt das auch?

Hast du ein Lieblingsrevier zum Biken?

Saalbach Hinterglemm natürlich! Da hast du eine abwechslungsreiche Auswahl an Strecken, gute Hüten und Hotels und natürlich das Bike N Soul Team. Hier gibt es für jeden Geschmack etwas und eines der größten ROTWILD-Testcenter. Überzeugt euch selbst!

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