Mit dem EMTB zum Skitouring, Klettern und Wandern

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Wer viel in den Bergen unterwegs ist, sieht bei seinen Ausflügen immer häufiger abgesperrte Räder im Wald stehen. Während früher vorwiegend sportlich ambitionierte Kletterer oder Skitourengeher mit dem Bike zur Tour fuhren, haben hier die E-Bikes neue Wege geebnet. Heute nutzen auch normale Wanderer, die keine Lust auf langweilige Spaziergänge auf Forststraßen haben, ihr E-Bike, um entspannt zum Start der Bergtour zu gelangen.

Hans-Christian Hocke ist staatlich geprüfter Berg- und Skiführer, auch privat immer beim Klettern oder Skitourengehen und fährt seit über zwei Jahren mit seinem ROTWILD EMTB kraftsparend und umweltfreundlich zum Startpunkt seiner Bergtouren. Im Interview erzählt er von seinen Erfahrungen und gibt wertvolle Tipps, was man bei solchen kombinierten Ausflügen in die Berge beachten sollte.

Für den staatlich geprüfter Berg- und Skiführer Hans-Christian Hocke ist das EMTB eine ideale Möglichkeit kraftsparend zum Start der Skitour zu gelangen. Foto: Christoph Bayer

Wie setzt du dein E-Bike bei deinen Touren im Chiemgau und Berchtesgadener Land ein?

Für mich ist das EMTB ein geniales Gerät für den Zustieg zur Bergtour. Als Bergführer und leidenschaftlicher Kletterer ermöglicht es mir tolle Bergtouren, vor denen ich früher wegen des langen Anmarsches eher Abstand genommen hatte. So sind wir jetzt auch entspannt in recht abgelegenen Klettergärten beim Sportklettern und können dort voll Gas geben. Ein echter Luxus!

Gibt es außer dem schnelleren Erreichen des Startpunkts der Tour noch andere Vorteile?

Bei Klettertouren im Sommer oder Skitouren im Winter hat man in der Regel einen schweren Rucksack auf dem Rücken. Geht es zu einer längeren Klettertour, kann dieser schon gut 10 Kilo wiegen. Es ist ein riesiger Vorteil, mit dem EMTB kraftsparend zum Startpunkt der Tour zu fahren und die Ausrüstung nicht zu Fuß den Berg hoch zu schleppen. Oder anders gesagt: Mountainbiken mit schwerem Rucksack ist doch eine rechte Plackerei ohne E-Antrieb. Und so hat man dann genügend Kraftreserven für das Wesentliche: Die Kletter- oder Skitour.

Hast du auch schon mal mit Gästen im Sommer Touren unternommen, bei denen ihr mit den Bikes zum Start gefahren seid?

Tatsächlich schon oft. Denn der Vorteil der Kraftersparnis ist enorm. Und natürlich spart die Zufahrt mit dem E-Bike auch Zeit, die man dann mit den Kunden viel besser am Berg verbringen kann. Das eigentliche Bergerlebnis wird so für die Teilnehmer noch schöner und intensiver. Und was gibt es schöneres, als nach der Tour einen langen Forststraßen Hatscher gemütlich hinunter zu fahren.

Wie organisierst du das? Müssen die Leute ihre eigenen E-Bikes mitbringen?

Bisher ja. Aber für den nächsten Sommer würde ich gerne Leihbikes als zusätzlichen Service für solche Touren mit anbieten. Ich habe aber auch schon Gäste mit ihrem konventionellen Mountainbike mit meinem EMTB am Seil abgeschleppt. Wenn dabei beide ganz normal in die Pedale treten, reicht die Power meines Akkus locker aus.

Im Skitouring-Outfit und mit Skiern auf dem Rucksack geschnallt, so startet Hans-Christian Hocke am liebsten zur Wintertour. Foto: Christoph Bayer

Nun fährst du ja auch im Winter mit deinem E-Bike zur Skitour. Was sollte man im Vorfeld bei der Planung einer solchen Kombination aus Bike- und Skitour beachten?

Ganz wichtig ist es, die Anforderungen und die Schwierigkeit der Skitour richtig einzuschätzen. Selbst mit dem E-Bike ist eine längere Anfahrt über einen steilen Forstweg anstrengend. Deshalb würde ich für den Anfang empfehlen, das Ganze mit einer leichten Skitour auszuprobieren. Wie bei allen Unternehmungen ist ein gutes Zeitmanagement unheimlich wichtig. Denn ohne Zeitpuffer für unvorhergesehene Ereignisse kann der Bike- und Ski-Ausflug gefährlich werden. Zum Beispiel, wenn man so spät zurück zum Fahrrad kommt, dass die Dämmerung schon einsetzt. Wenn man dann womöglich noch erschöpft mit dem Rad einen zum Teil schneebedeckten, eisglatten Forstweg hinunterfahren muss. Solche Situationen kann man durch gutes Zeitmanagement und richtiges Einschätzen der eigenen Ausdauer vermeiden.

Was ist die optimale Kleidung für eine Bike & Skitour?

Ich persönlich fahre gleich in meinem Skitouring-Outfit los. Das sollte gut belüftet, atmungsaktiv und wasserabweisend sein. Nach der Skitour kann es bei der Abfahrt mit dem Bike ziemlich kalt werden. Deshalb packe ich mir immer eine ¾ lange Thermohose mit in den Rucksack, die ich dann vor der Abfahrt überziehen kann. Und der mittlerweile sowieso weit verbreitete Skitourenhelm kann dann gleich noch für Abfahrt mit dem Bike genutzt werden.

Touren-Rucksack, Skischuhe, Skier, hier kommt schnell einiges an Gewicht zusammen. Das EMTB erleichtert die Anfahrt enorm. Foto: Christoph Bayer

Gibt es besondere Anforderungen an deine Ausrüstung?

Eigentlich nicht. Auf dem EMTB habe ich die ganz normalen Reifen und ich benutze einen herkömmlichen Skitouring-Rucksack. Da ich mit Flat-Padels fahre, habe ich selbst mit meinen Skischuhen einen guten Halt und spare mir fürs Radfahren ein zusätzliches Paar Bikeschuhe. Außerdem muss ich die klobigen Skischuhe so nicht auch noch im Rucksack oder an den Skiern den Berg hinaufschleppen.

Wie transportierst du deine Tourenski auf dem Rad?

Ich befestige jeweils einen Ski rechts und links an der Seite des Rucksacks. Dabei achte ich darauf, die Ski möglichst weit oben zu fixieren, damit sie beim Treten nicht im Weg sind. Spezielle Tragesysteme, mit denen man die Ski am Rad anbringen kann, habe ich noch nicht ausprobiert.

Manche Leute binden auch die Ski mit Riemen am Oberrohr des Bikes fest. Ich persönlich finde das nicht optimal, denn mich behindern die Skier dann beim Treten.

Am Startpunkt der Ski- oder Klettertour musst du dein Rad diebstahlsicher abstellen. Hast du dazu irgendwelche Tipps?

Ich habe mir für solche Zwecke ein robustes Zahlenschloss mit langer Kette zugelegt. Damit ist schon mal ausgeschlossen, dass ich auf der Tour den Schlüssel für mein Schloss verliere. Wenn möglich, schließe ich mein Bike immer an einem Baum oder Zaun an. Aber das ist ja selbstverständlich.

Zustiegshilfe EMTB: diesen Anblick sieht man in den winterlichen Bergen immer häufiger: Bikes, die im Wald oder an Zäunen abgesperrt stehen. Foto: Christoph Bayer

Deine abschließenden Worte?

Aufpassen auf die Glätte im Winter und die Fußgänger im Sommer, wir sind ja nicht alleine unterwegs. Das geht alles nur bei gegenseitiger Rücksicht, auch auf die wichtigen Naturschutzbelange. Dann ist das Bike eine wunderbare Erweiterung für intensive Erlebnisse im Gebirge.

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