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Bike-City Frankfurt: Mit der S-Bahn ins Bike-Eldorado

Nirgendwo sonst schießen in Deutschland mehr Wolkenkratzer in den Himmel, pulsiert so viel Geld und finden sich so viele Banken. Die Rede ist von Frankfurt am Main. Doch hat die Bankenmetropole auch das Zeug zur „Bikemetropole“? Wir haben Deutschlands Finanzzentrum unter die Räder genommen und nach Raum für Mountainbiker gesucht. Hier ein paar Highlights.

Über den Dächern von Mainhattan

Gerade einmal 20 Minuten braucht die S-Bahnlinie 2 vom Frankfurter Zentrum bis nach Hofheim im Taunus. Ganz im Westen der Bankenmetropole gelegen. Von dort startet eine relativ kurze und bissige, aber vor allem sehr abwechslungsreiche und schöne Biketour. Zunächst radelt man durch die Altstadt der kleinen Gemeinde und taucht nach der Stadtgrenze in die sanfte Hügellandschaft des Taunus ein. Mit einem ersten, knackigen Anstieg hoch zum Kapellenberg. Vorbei am Waldgasthof Gundelhard geht es zur zweiten Bergwertung am Staufen. Der 451 Meter hohe Fels bietet einen fantastischen Ausblick über die Dächer von Mainhattan. Nach kurzer Pause geht es gleich munter weiter – ein Singletrail runter nach Fischbach. Wer jetzt noch keine Zeit zum Verschnaufen hatte, kann das im urigen Gasthof „Viehweide“ nachholen. Über den Albertsweg lässt man es dann bis nach Hofheim ausrollen. Eine Tour, die auch bei Minusgraden im Winter viel Spaß macht. Am besten ohne Schnee. Eine Schicht weißen Pulvers kann das Bikevergnügen allerdings auch nicht bremsen.   

Anspruch: vielseitige Feierabend-Runde
Spaßfaktor: soweit der Blick vom Staufen über Frankfurt reicht
Kilometer: 22 km

 

Nur Fliegen ist schöner

Der Feldberg – nur 30 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt - ist nicht direkt mit Frankfurts öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Aber das ist auch gar nicht nötig. Mit der S-Bahnlinie 5 fährt man 20 Minuten lang bis nach Oberursel am nördlichen Stadtrand. Von dort sind es noch einmal knapp 20 Kilometer durch die wunderschönen Wälder im Taunus bis zum Gipfel des Großen Feldberg. Ein Gipfel mit Parkplätzen für Autos – wir befinden uns in einem Mittelgebirge, nicht in den Alpen. Aber auch hier gibt es seit diesem Sommer einen richtig guten Bikepark für Freerider. Mit satten Sprüngen, schönen Anliegern, kleinen Trailpassagen und Bodenwellen, die einen kräftig durchschütteln. Bremsen muss man nur drei Mal, wenn Wanderwege den Downhill kreuzen. Allerdings: Der Bikepark ist nichts für Anfänger. Unbedingt die Nutzungsbedingungen beachten! Wer den Bodenkontakt nicht verlieren möchte, kann sich mit Bike auch so bestens austoben und den Kleinen Feldberg oder Altkönig ins Visier nehmen.

Anspruch: mittel bis schwer
Spaßfaktor: Groß und vielseitig
Kilometer: In diesem Biker-Eldorado unbegrenzt
Videos: Bikepark Großer Feldberg und Kleiner Feldberg

 

Einmal Frankfurt umrunden

Diese Tour ist etwas für Kilometerfresser. Singletrails, Sprünge und bissige Anstiege? Nein, gibt es nicht. Hier geht es um Kilometer – und zwar 62,5 rund um Frankfurt. Aber nicht nur das. Die urbane Mountainbike-Runde auf dem Frankfurter GrünGürtel hat einiges zu bieten. So radelt man am Mainufer entlang, durch den Biegwald, vorbei an der historischen Sternbrücke in Rödelheim. Im Volkspark Niddatal – mit 168 Hektar die größte Grünanlage in Frankfurt – ist vor allem die alte Lindenallee zu bewundern. Die Kräuterfelder in den Niedwiesen und die Schwanheimer Düne sind ebenfalls sehr reizvoll. Dazu gesellen sich hügelige Streuobstwiesen, weite Flusstäler, Felder und Wälder, wunderschöne Stadtviertel und natürlich Wolkenkratzer, die man auf seiner Radtour streift. Eine sehr entspannte und abwechslungsreiche Runde, die nach Lust und Ausdauer auch wiederholt werden kann. Der Untergrund wechselt: Asphalt und Forstwege. Tipp: Eine Einkehr am Alten Flugplatz Bonames. Ein guter Startpunkt: U-Bahnlinie U7, Haltestelle „Eissporthalle". Die GrünGürtel-Tour ist ausgeschildert.   

Alles übers Radeln in und um Frankfurt: http://woffm.de/

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