Alles, was man über Bikeleasing wissen muss

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In Zeiten des Klimawandels und der im Berufsverkehr kollabierenden Städte ist das Dienstfahrrad auf dem besten Weg, dem Firmenwagen den Rang abzulaufen. Anbieter wie JobRad, Bikeleasing Service, Businessbike Leasing, Eurorad oder Lease-a-Bike treiben diese Entwicklung voran und bringen die "Diensträder" förmlich ins Haus. In diesem Artikel erklären wir, wie das Fahrrad-Leasing funktioniert, was man steuerlich beachten muss und welche finanziellen Vorteile es mit sich bringt.

Wer kann ein Bike leasen?

Es gibt nur ganz wenige Anbieter, die ein Fahrradleasing für Privatpersonen anbieten. Spricht man von Bikeleasing, dann ist damit in erster Linie das Leasing von Dienstfahrrädern für Arbeitnehmer, aber auch Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibenden gemeint. Valentin Steber, der im Großraum Bayern als Außendienstmitarbeiter für JobRad tätig ist, erklärt das Grundprinzip so: "Der Arbeitgeber least das Dienstfahrrad und überlässt es dem Mitarbeiter oder der Mitarbeiterin zur Nutzung – auch zur privaten. Aktuell rollen es um die 500.000 Dienstleasingräder in Deutschland. Tendenz steigend!"

Wie funktioniert das Fahrradleasing?

Als Arbeitnehmer sollte man zu allererst seinen Arbeitgeber fragen, ob er bereits Diensträder anbietet. Ist dem nicht so, kann das Unternehmen für seine Angestellten einen entsprechenden Leasingrahmenvertrag mit einem der Bikeleasinganbieter abschließen. "Vielleicht bringst du deinen Chef auch gleich auf die gute Idee, die Dienstfahrräder zu bezuschussen oder sogar ganz zu übernehmen“, meint Steber. "Damit trägt dein Arbeitgeber aktiv zum Umweltschutz bei und steigert ganz nebenbei seine Attraktivität."

Besteht bereits ein Rahmenvertrag mit einem Fahrradleasinganbieter, registriert man sich online und sucht sich bei dem entsprechenden Fachhandelspartner sein Wunschbike aus.

Dienstradleasing ist ganz einfach: Sie suchen sich Ihr Wunschrad aus, Ihr Arbeitgeber least es und überlässt es Ihnen!

Steuerliche Vorteile für Arbeitnehmer

Das Leasing eines Dienstfahrrads ist nicht nur für die Umwelt und Gesundheit gut, es schont auch den eigenen Geldbeutel. Dank zusätzlicher steuerlicher Förderung kann man durch Bikeleasing bis zu 40 % gegenüber einem klassischen Kauf sparen. Grundsätzlich läuft die Finanzierung des Bikeleasings über zwei Varianten:

1. Fahrrad-Leasing per Gehaltsumwandlung

Hierbei werden die Monatsraten des Leasings direkt aus dem Bruttolohn abgezogen. Da das verminderte Bruttogehalt die Grundlage zur Berechnung von Lohnsteuer und Sozialabgaben bildet, sind diese Abzüge für den Arbeitnehmer entsprechend geringer. Diensträder werden in der Regel auch in der Freizeit genutzt. Deshalb sollte die private Nutzung des Dienstrades in einem Überlassungsvertrag oder Zusatz zum Arbeitsvertrag geregelt werden. Bei einer Privatnutzung entsteht steuerlich ein "geldwerter Vorteil“, den man monatlich versteuern muss. Beim Dienstradleasing werden hierbei 0,25 Prozent vom Brutto-Listenpreis des Firmenfahrrads angesetzt. Damit ist Bikeleasing auch steuerlich günstiger als die private Nutzung eines Dienstwagens, für den ein Prozent des Listenpreises als geldwerter Vorteil angesetzt werden. Der Listenpreis des Dienstrads wird außerdem auf volle 100 Euro abgerundet. Auch das macht ein Dienstfahrrad im Vergleich zum Firmenwagen attraktiver.

Wie hoch die steuerlichen Vorteile ausfallen, ist unter anderem von Faktoren wie dem Kaufpreis, dem Gehalt und der Steuerklasse abhängig. Mit dem Fahrradleasingrechner von JobRad lässt sich die finanzielle Ersparnis sehr anschaulich berechnen. Außerdem zeigt der Rechner auch einen Vergleich der Kosten zwischen dem Direktkauf eines Fahrrads und dem Bikeleasing über den Arbeitgeber an.

2. Das Dienstrad als Gehaltsextra

Bekommt man als Arbeitnehmer das Dienstfahrrad zusätzlich zum Gehalt und muss sich finanziell nicht daran beteiligen, spricht man von einem Gehaltsextra. In diesem Fall ergibt sich zwar keine Ersparnis durch geringere Lohnsteuer und Sozialabgaben, denn der Bruttolohn bleibt ja unverändert. Aber dafür entfällt für die Privatnutzung die Versteuerung des geldwerten Vorteils.

Bike-Leasing für Freiberufler und Selbständige

Nur sehr wenige Anbieter bieten Fahrrad-Leasing für rein private Nutzer an. Warum? Die Leasingraten sind für Privatpersonen nicht steuerlich absetzbar. Der einzige Vorteil hierbei: Der oft hohe Preis eines hochwertigen Fahrrads wird in kleineren Raten fällig. Etwas anders sieht es beim Bikeleasing für Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende aus. Auch für diese Gruppe fördert die Bundesregierung das Leasing im Rahmen der Förderung von umweltfreundlicher und gesunder Mobilität. Seit 2019 fällt beim Leasen von betrieblich genutzten Fahrrädern und Pedelecs die Entnahmebesteuerung weg und zwar für drei Jahre, also bis Ende 2021. Im Klartext: Wenn das Bike zum Betriebsvermögen gehört, dann zählen die laufenden Kosten, die durch Reparaturen sowie den Kauf von Ersatzteilen und Zubehör entstehen, zu den Betriebsausgaben und mindern so den zu versteuernden Gewinn.

Wichtig: Ein Leasingvertrag läuft bei den meisten Anbietern über 36 Monate. Danach kann man das Bike zurückgeben oder häufig auch zu einem sogenannten "Restwert“ kaufen. Ähnlich wie bei einem Dienstwagen. Übernimmt der Nutzer nach Ende der Leasinglaufzeit das Dienstrad, wird für dieses vonseiten der Finanzbehörden für die steuerliche Beurteilung pauschal ein Restwert von 40 % angenommen. "Da JobRad mit einem erwarteten Gebrauchtkaufpreis von derzeit 18 % des tatsächlichen Kaufpreises kalkuliert, stellt die Differenz einen geldwerten Vorteil dar“, erklärt Steber. Dieser muss jedoch nicht vom Arbeitnehmer versteuert werden, da JobRad die Steuerlast selbst trägt.

Wie schaut‘s mit Serviceleistungen aus?

Alle Bikeleasinganbieter bieten ein Rundum-Paket an. Bei JobRad gibt es beispielsweise eine Vollkaskoversicherung inklusive Mobilitätsgarantie. Darüber hinaus kann man die jährliche JobRad-Inspektion beim Fachhändler buchen. Dieser überprüft das Fahrrad gründlich anhand einer umfangreichen Checkliste. "Wer sogar den JobRad-Fullservice in Anspruch nimmt, erhält zur jährlichen Inspektion ein Budget für Verschleißreparaturen“, erklärt Steber.

Tipp: Der Arbeitgeber entscheidet bei der Vereinbarung mit dem Bikeleasinganbieter darüber, ob Inspektion und sonstige Extras verfügbar sind. Wer ein Dienstfahrrad least sollte beim Arbeitgeber nachfragen, ob ein Service-Paket inklusive ist und welche Leistungen darin enthalten sind.

Mit dem Dienstradleasing wird Ihr Weg zum Traumrad noch einfacher.

Welche Rolle spielt der Fachhandel?

Die Fahrradleasing-Anbieter stehen mit den Fachhändlern in direktem Kontakt. "Das ist uns sehr wichtig“, sagt Steber von JobRad. "Deshalb sind wir nicht nur über unser Fachhändlerportal mit den Bikeshops verbunden, sondern sind auch persönlich für sie da. Unsere Partnermanager geben Hilfestellung im Dienstradleasingalltag – telefonisch, über das Netz und direkt vor Ort bei den Händlern.“

Warum ist E-Bike-Leasing so angesagt?

Immer mehr Menschen legen nicht nur Wert auf eine gesunde, nachhaltige und umweltfreundliche Ernährung. Auch im Alltag soll der CO2-Fußabdruck möglichst klein ausfallen. Und da steht Fahrradfahren hoch im Kurs. "Besonders mit dem E-Bike haben sich die Möglichkeiten erheblich verbessert, längere Distanzen zur Arbeit zurückzulegen, ohne völlig verschwitzt anzukommen“, sagt Steber. Stephan Koch, Außendienstmitarbeiter bei ROTWILD, ergänzt: "Die Grundidee ist sicherlich eine sinnvolle Pendeloption in die Arbeit und wieder zurück nach Hause. So wird der Weg ins Büro umweltbewusst, staufrei und mit dem guten Gefühl zurückgelegt. Denn bevor man sich an den Schreibtisch setzt, hat man dem Kreislauf einen Kickstart verpasst.“ Außerdem kommt man seinem Traumbike ganz nah. "Durch das Leasing wird es viel einfacher, ein echtes Toprad zu erwerben und zu fahren.“ Wer braucht da schon einen Firmenwagen, wenn ein Dienstrad große Träume erfüllt.

Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern ein Bikeleasing anbieten, zeigen in Zeiten des Klimawandels nicht nur ihre innovative und nachhaltige Einstellung. Das Unternehmen kann zudem sämtliche Leasing- und Versicherungsraten die es für die Diensträder der Arbeitnehmer aufwendet, als Betriebsausgaben absetzen. Somit ist das Leasing von Dienstfahrrädern für beide Seiten ein Vorteil.

Mehr Informationen zum Dienstradleasing und gute Argumente, mit denen man den eigenen Chef von den Vorzügen des Bikeleasings überzeugen kann, gibt es auf der Jobrad-Webseite: jobrad.org

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