9 praktische Tipps für die Planung von Biketouren im Winter

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Auch wenn es ab und zu sinnvoll ist, im Warmen auf dem Ergometer zu trainieren, so sollten wir uns im Winter dem nasskalten Klima im Freien stellen. Mountainbiken ist eine Outdoorsportart und auch im Winter sind MTB-Touren ein lässiges Erlebnis. Doch gerade im Winter können extreme Wetterbedingungen zu außergewöhnlichen Herausforderungen werden. Wer die folgenden Tipps beachtet, wird beim Winterbiken viel Spaß haben, ohne sich dabei vermeidbaren Risiken auszusetzen.

Im ersten Teil unserer Serie zum Winterbiken haben wir die vielen Vorteile für Fitness und Gesundheit erklärt und in Teil zwei Tipps für die richtige Bekleidung verraten. Nun widmen wir uns im dritten Teil der optimalen Planung und Vorbereitung für Wintertouren mit dem MTB.

1. Richtige Routenwahl

Bei einer Wintertour sollte die Strecke nicht zu weit von Startpunkt wegführen. Routen, die sicher und frei von größeren Schneemengen und Glätte sind, auf denen die Wege geräumt oder regelmäßig befahren werden, sind ideal. Die selbst im Sommer anspruchsvollen Trails lässt man im Winter besser aus. Eventuell Strecken wählen, die sich für mehrere Runden eignen. Andernfalls läuft man Gefahr, bei einem Hungerast oder Kälteproblem zu weit von zu Hause entfernt zu sein. Alles, was man über die richtige Planung von MTB-Touren wissen muss, haben wir in diesem Artikel zusammengefasst. 

Sicherheit und Komfort haben die höchste Priorität. Man sollte alle möglichen Faktoren in der Tourenplanung berücksichtigen.

2. Warm und erholt starten

Wer vor dem Tourstart durch die Winterlandschaft friert oder müde ist, dem könnte der Spaß schnell vergehen. Eine Wintertour macht nur Sinn, wenn man sich gut fühlt und aufgewärmt ist. Tipp: Bevor es raus in die Kälte geht, etwas Warmes trinken.

Ob Trail König oder Gipfel Stürmer, eine Wintertour aufgewärmt anzutreten, ist für jeden ein empfehlenswerter Tipp.

3. Getränk isolieren

Auch im Winter schwitzt man, selbst wenn einem kalt ist, und sollte deshalb regelmäßig trinken. Ideal wäre zum Beispiel ein warmer Kräutertee mit etwas Honig. Damit das Getränk bei eisiger Kälte nicht gefriert und von innen heraus wärmt, gehört es in eine isolierte Trinkflasche oder die Trinkblase im Rucksack.

4. Eat smart

Auch wenn man bei Biketouren im Winter überwiegend im Bereich der Grundlagenausdauer fährt, ist eine richtige Ernährung vor und eine geeignete Verpflegung während der Tour wichtig. Der Körper verbraucht aufgrund der körperlichen Belastung und der niedrigen Temperaturen viel Energie. Kleine Snacks wie Energieriegel, Nüsse oder Bananen gehören auch bei längeren Wintertouren ins Gepäck. Viele Tipps zur optimalen Ernährung für Biker stehen außerdem in diesem Artikel.

5. Ride with the Wind

Durch den Fahrtwind oder möglichen Gegenwind fühlt sich die Lufttemperatur im Winter noch kälter an als die Gradzahl, die das Thermometer anzeigt. Deshalb ist es sinnvoll, bei der Routenwahl die vorherrschende Windrichtung mit einzuplanen.

Tipp: Anfangs eher gegen den Wind fahren und auf der zweiten Streckhälfte den Rückenwind nutzen. Dadurch vermeidet man verschwitzt und müde gegen den eisigen Wind zurückzufahren.

6. Volle Akkus

Die Tage sind kurz im Winter – und kalt. Die Kälte verkürzt die Laufzeit sämtlicher Akkus. Demnach müssen vor jedem Wintertraining das Handy, das GPS und erst recht der E-MTB Akku zu einhundert Prozent geladen sein. Wegen des raren Tageslichts gehört auch eine vollständig geladene Fahrradbeleuchtung zur Tourenausstattung. Bei E-MTBs wird diese direkt vom Bikeakku gespeist. Wer externe Lichter verwendet, hat im Idealfall auch noch ein Ersatzlicht dabei. Damit ist man, wenns länger dauert als geplant, stets auf der sicheren Seite.

Ein zuverlässiges Licht ist wichtig, um auch bei schlechten Wetterverhältnissen und Dunkelheit sicher auf dem Trail unterwegs zu sein. Foto: Christoph Bayer

7. Mit Freunden fahren

Geteiltes Leid ist halbes Leid und darum fährt es sich in guter Gesellschaft leichter. Erst recht im Winter. In der Gruppe zu fahren ist sicherer und ermöglicht abwechselnd Windschatten. Durch die gemeinsamen Gespräche vergeht die Zeit schneller und bei einem Defekt kann man sich untereinander helfen.

Es reichen ein paar kleine Vorbereitungen und gute Gesellschaft, und schon kann das Biken auch in winterlichen Verhältnissen Spaß machen. Foto: Christoph Bayer

8. Alles Kopfsache

Ohne Spaß kein Gas! Es braucht Motivation und eine positive Einstellung, um ein paar Stunden im Schnee und Matsch zu biken und sich anschließend dreckig und frierend unter die heiße Dusche zu stellen. Wer sich im Winter zwingen muss, mit dem Mountainbike durch die Kälte zu fahren, der kann sich auch mit anderen Sportarten im Winter fit halten

9. Habe ein Ziel

Wer klare und erreichbare Ziele hat, motiviert sich wesentlich leichter zum Radfahren in der nasskalten Jahreszeit. Ideal sind einige kleine und ein Hauptziel. Das kann zum Beispiel eine Alpenüberquerung oder ein Wettbewerb im Sommer sein, auf die man sich im Winter vorbereiten möchte. Oder man definiert für sich eine bestimmte Anzahl an Kilometern oder Tagen pro Woche, die man bis zum Frühling fahren möchten.

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